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zVg Gabriela Neuhaus 35+ Zeilen zum Lauf der Welt
07/03/2026

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Mit dieser tendenziösen Berichterstattung wird Ali Abunimah in eine Ecke gestellt, in der er eigentlich nichts, aber gar nichts zu suchen hat: Die von ihm 2001 mitbegründete News-Plattform Electronic Intifada leistet nämlich journalistische und analytische Arbeit auf einem Niveau, das man sich von unseren Medien nur wünschen könnte. |
Die Sachlage war eigentlich schon lange klar – und ist in den letzten Wochen gerichtlich und politisch bestätigt worden: Das Einreiseverbot, die Verhaftung und die Ausschaffung des US-amerikanische Journalisten Ali Abunimah im Januar 2025 waren illegal. Dies bestätigte gestern auch das Bundesverwaltungsgericht, das eine Beschwerde Abunimahs gegen die vom Fedpol betriebene Kriminalisierung eines engagierten Journalisten guthiess.
Die Reaktion der Deutschschweizer Medien? Statt einer sachlichen Berichterstattung, hauen sie allesamt noch einmal in die gleiche Kerbe wie schon vor einem Jahr. Und versuchen erneut, das Opfer zum Täter zu machen. Die für die illegale Ausschaffung Verantwortlichen sind von beiden Gerichten in den Senkel gestellt worden. Sie heissen della Valle und Mario Fehr. Darum geht es.
Aber die NZZ kann es nicht lassen und verbreitet erneut das rassistische Zitat des Zürcher Polizeidirektors Fehr, mit dem sie die Kampagne gegen Abunimah noch vor dessen Reise in die Schweiz losgetreten hatte. Dieser liess sich damals mit den markigen Politikerworten zitieren: «Einen islamistischen Judenhasser, der zu Gewalt aufruft, wollen wir nicht in der Schweiz.»
Ali Abunimah, ein weltweit bekannter Journalist, der 2001 die News-Plattform The Electronic Intifada mitgegründet hat und als deren Executive Director fungiert, wird seither in den Schweizer Medien regelmässig auf die Rolle eines «Anti-Israel-» und «Pro-Palästina-Aktivisten» festgenagelt und reduziert.
So auch in der aktuellen «Berichterstattung»: Im Rendez-vous am Mittag vom 6. März betitelte zum Beispiel Radio-SRF-Gerichtsberichterstatterin Sibilla Bondolfi den Beschwerdeführer als «amerikanischen Pro-Palästina-Aktivisten», der dank einer Crowd-Funding-Kampagne die Schweizer Behörden habe vor Gericht ziehen können. Auf die Nennung des Namens verzichtete sie hingegen – genauso, wie auf eine Einordnung seiner journalistischen Arbeit.
Am schlimmsten trieben es diesmal jedoch die CH-Media-Blätter mit dem reisserischen Titel «’Islamistischer Judenhasser’ wird finanziell entschädigt». Wer den Artikel liest, stellt sich unvermittelt die Frage, ob der Journalist Andreas Maurer die Aussagen und das Wirken Abunimahs aus Unwissenheit oder absichtlich so verkürzt und verdreht, um das von Israelfreund Mario Fehr in die Welt gesetzte Bild weiter zu kolportieren.
Mit dieser tendenziösen Berichterstattung wird Ali Abunimah in eine Ecke gestellt, in der er eigentlich nichts, aber gar nichts zu suchen hat: Die von ihm 2001 mitbegründete News-Plattform Electronic Intifada leistet nämlich journalistische und analytische Arbeit auf einem Niveau, das man sich von unseren Medien nur wünschen könnte.
Ja, die Electronic Intifada hat einen anderen Zugang, eine andere Perspektive auf die Ereignisse im Nahen Osten als unsere Mainstream-Medien. Sie stützt sich bei ihrer Berichterstattung nicht – wie hierzulande üblich – in erster Linie auf israelische und westliche Quellen, und vor allem untersteht sie nicht einer ständigen quasi-Zensur durch Antisemitismus-Bekämpfer:innen. Aber natürlich steht sie auf der schwarzen Liste einer anderen, einer zionistisch finanzierten Plattform, die sich NGO-Monitor nennt…
Die Electronic Intifada versteht sich selber als «unabhängige Online-Nachrichtenpublikation und Bildungsressource, die sich auf Palästina, seine Bevölkerung, Politik, Kultur und Stellung in der Welt konzentriert.» Ihr Chefredaktor Ali Abunimah leitet ein internationales Team engagierter Journalist:innen und Analyst:innen, die ihrerseits über ein weitverzweigtes Netz direkter Beziehungen in die Region und darüber hinaus verfügen. Seine Stellvertreterin ist Jüdin, wie auch weitere Mitglieder der etwa 20-köpfigen Redaktion.
Wie haltlos die Unterstellungen von Gewaltverherrlichung und Judenhass in Bezug auf Ali Abunimah sind, wird schnell deutlich, wenn man sich die Mühe macht und einen Originalartikel oder eine von ihm moderierte Sendung anklickt: Der erfahrene Journalist verfügt nicht nur über fundiertes Wissen aus erster Hand, er ist auch ein Analytiker, der geopolitische Zusammenhänge aufzeigen und einem breiten Publikum anschaulich vermitteln kann.
Eine der aktuell aktivsten Journalistinnen auf Electronic Intifada ist die jüdische Mitherausgeberin Nora Barrows-Friedman. Auf die Frage nach ihrer Herkunft, hat sie eine klare, eindeutige Antwort: «Ja, ich bin jüdisch – aber der Fokus muss auf der Zerstörung des Zionismus als Ideologie liegen. Es geht um Palästina…», fasste sie zum Beispiel in einem Online-Interview zusammen. Der Genozid schade dem Judentum – aber letztendlich interessiere sie die Befindlichkeit der Jüdinnen und Juden nicht, solange in Gaza «das Schlimmste passiert, was man sich vorstellen kann.»
Was die Electronic Intifada betreibt, ist nicht mehr und nicht weniger als anwaltschaftlicher Journalismus. Eine Disziplin, die auch bei uns einst hoch im Kurs stand. Leider hat die überwiegende Mehrheit der Journalist:innen hierzulande heutzutage damit nichts mehr am Hut.
Im Fall von Ali Abunimah begnügen sie sich, trotz anderslautenden Gerichtsurteilen und politischen Einschätzungen, immer noch auf Copy Paste und die Weiterverbreitung von Lobby-gesteuerten Mainstream-Verlautbarungen zum Nahen Osten – statt die Chance zu ergreifen, The Electronic Intifada als zusätzliche Quelle zu nutzen. Vielleicht würde sonst manch Einer und Eine endlich den Unterschied zwischen Antisemitismus und Kritik am zionistischen Israel begreifen
zVg Gabriela Neuhaus 35+ Zeilen zum Lauf der Welt
27/02/2026
passt bestens zu
https://offroadreports.ch/wordpress/ultrarechter-aus-israel-sucht-investoren-an-der-bahnhofstrasse/

Nun ist es definitiv: Die Festnahme und Abschiebung des amerikanischen Journalisten Ali Abunimah durch das Zürcher Migrationsamt im Januar 2025 war gesetzeswidrig. Bereits im Dezember 2025 hatte das Zürcher Verwaltungsgericht ein entsprechendes Urteil gefällt. Nachdem der Kanton Zürich nun offenbar (wohlweislich) auf einen Weiterzug ans Bundesgericht verzichtet hat, ist dieses nun rechtskräftig.
Im Klartext heisst das: Die vom Zürcher Regierungsrat Mario Fehr zusammen mit der damaligen Fedpol-Direktorin Nicoletta della Valle verordnete Kriminalisierung des international bekannten Journalisten verstiess gegen Schweizer Recht. Die Mittel, die sie einsetzten, um den engagierten Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit in Palästina von seinem geplanten Auftritt an einer Veranstaltung in Zürich abzuhalten, waren nicht nur unzimperlich, sondern illegal.
Gut, kann man sich auch hierzulande noch auf die Justiz verlassen! In einem nächsten Schritt müssten nun aber die Strippenzieher:innen, die nicht nur im «Fall Abunimah» der Israel-Lobby missliebige Veranstaltungen verhindert haben, auch persönlich belangt werden. Ali Abunimah hat diesbezüglich weitere Klagen in Aussicht gestellt…
Das ist gut so. Es kann doch nicht sein, dass della Valle für ihr Kaffee-Lokal in Bern, das sie nach ihrem unrühmlichen, mit 340’000 Franken vergoldeten Ausscheiden aus der Bundesverwaltung eröffnet hat, extra Polizeischutz gewährt wird – bezahlt von unseren Steuergeldern. Während sie weiterhin für Israel lobbyiert, und möglicherweise auch immer noch beim israelischen Rüstungsinvestment-Gesellschaft Champel Capital im Sold steht. Dementiert hat sie dies auf alle Fälle nie…
Mario Fehr, der aus seiner muslimfeindlichen und rassistischen Gesinnung keinen Hehl macht und zumindest im «Fall Abunimah» nachweislich gegen Schweizer Recht verstossen hat, müsste als Regierungsrat endlich zurücktreten. Er ist für ein Land, das sich immer noch seiner offenen und liberalen Haltung rühmt, untragbar geworden.
Mit ihren Machenschaften und der Diffamierungs-Strategie gegen alle, die Israels Terror-Politik kritisieren, haben die Lobbyorganisationen und die mit ihnen verbandelten Entscheidungsträger:innen wie Fehr und della Valle es bislang geschafft, unzählige Engagements, Initiativen, Veranstaltungen und Publikationen zu diffamieren, ins Abseits zu drängen oder gar im Keim zu ersticken.
Dank Ali Abunimahs Klage wurden nun diese immer gleichen Machenschaften hinter den Kulissen publik und entlarvt. Das Gerichtsurteil hält deutsch und deutlich fest: Gesetze gelten auch für die Akteur:innen der sogenannten «Antisemitismus-Bekämpfung».
Geschäftsnummer: VB.2025.00384
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Nachtrag vom 3. März 2026:
Nachdem das Zürcher Verwaltungsgericht entschieden hat, dass die Festnahme und Abschiebung des bekannten Journalisten und Direktor der News Plattform «Electronic Intifada» Ali Abunimah gesetzeswidrig war, kommt nun diese Woche auch der Bundesrat zum gleichen Schluss.
In seiner Stellungnahme zum Bericht der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats GPK‑S, die die Verhängung eines Einreiseverbots im Januar 2025 gegen den Amerikaner mit scharfen Worten gerügt hatte, hält der Bundesrat fest, dass das Vorgehen der damaligen Fedpol-Chefin Nicoletta della Valle «nicht den festgelegten Abläufen» entsprochen habe.
Die Tatsache, dass della Valle das Einreiseverbot trotz gegenteiliger Empfehlungen ihrer eigenen Leute aufgrund eines Wiedererwägungsantrags von Seiten des Zürcher Polizeikommandanten verfügte, sei eine «Ausnahme von der gängigen Praxis von fedpol» und hätte nicht vorkommen dürfen.
Obschon die fünfseitige bundesrätliche Stellungnahme bereits am 2. März öffentlich gemacht und in einer griffigen Medienmitteilung verschickt wurde, hat bislang einzig Le Temps darüber berichtet.
Dafür informierte Ali Abunimah im Livestream der Electronic Intifada vom 5. März 2026 aus erster Hand über die Angelegenheit: Mittlerweile hätten mit der Regierung, einer parlamentarischen Kommission sowie einem Gericht bereits drei gewichtige Institutionen bestätigt, dass das Vorgehen der Schweizer Behörden gegen ihn rechtswidrig war, fasste er zusammen.
Und stellte in Aussicht, dass die Geschichte noch weiter gehe: Vor Bundesgericht sind weiter Klagen von Abunimah hängig, der mit dem rabiaten Vorgehen von della Valle und der Zürcher Polizei im Januar 2025 erfolgreich daran gehindert wurde, an einer Solidaritätsveranstaltung für Palästina zu sprechen.
Eine Zusammenfassung der bundesrätlichen Stellungnahme und Abunimahs Geschichte ist auch auf der Website von EI nachzulesen – während unsere Medien schweigen. Allen voran die NZZ, die vor einem Jahr eine hässliche Diffamierungskampagne gegen den bekannten Journalisten angezettelt hatte, die schliesslich zu dessen Festnahme führte…
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www.fr.forum-menschenrechte.ch/
Les attaques contre le système de santé à Gaza, contraires au droit international, doivent cesser – Des organisations partenaires d'un membre du Forum ont été visées
Le Forum pour les droits humains en Israël/Palestine condamne fermement des attaques menées récemment contre des établissements de santé gérés par deux organisations partenaires d’un de ses membres et demande au Conseil fédéral suisse d'agir enfin de manière décisive.

Entgegen den Bestimmungen des Waffenstillstandsabkommens vom 9. Oktober 2025 behindern die israelischen Behörden weiterhin die humanitäre Hilfe im Gazastreifen – mit gravierenden Folgen für die grundlegende Versorgung der Bevölkerung. Das Forum für Menschenrechte Israel/Palästina verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste.
Am 30. Dezember 2025 hat Israel verkündet, 37 internationalen NGOs, von denen viele über jahrzehntelange Erfahrung in der humanitären Arbeit in den palästinensischen Gebieten verfügen, die Registrierung zu entziehen. Damit wird der palästinensischen Bevölkerung in einer Phase extremer Not der Zugang zu lebensnotwendiger Unterstützung verwehrt – ein schwerwiegender Entscheid, der grundlegenden humanitären Prinzipien widerspricht und gegen Israels völkerrechtliche Verpflichtungen als Besatzungsmacht verstösst.
Die im März 2025 eingeführten neuen Kriterien für die Registrierung internationaler Hilfsorganisationen haben erhebliche Bedenken ausgelöst. Sie verlangen unter anderem die Weitergabe umfangreicher personenbezogener Daten von Mitarbeitenden und Partnerorganisationen. Damit würden Organisationen gegen europäische Datenschutzstandards und EU-Recht verstossen und ihr Personal erheblichen Risiken aussetzen. Die 579 bestätigten getöteten humanitären Helfer:innen im Gazastreifen zeigen, dass ihr Schutz unzureichend ist und durch Diffamierungskampagnen aus Teilen der israelischen Politik zusätzlich gefährdet wird.
In einem gemeinsamen Statement von 53 internationalen Hilfsorganisationen – darunter viele, die direkt von den neuen Einschränkungen betroffen sind –, wird deutlich, dass NGOs in Gaza und der Westbank in allen zentralen humanitären Bereichen unverzichtbar sind: in der Gesundheitsversorgung, der Nahrungsmittelhilfe sowie bei Notunterkünften und der Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung. Ihr Wegfall hätte drastische Folgen für die palästinensische Bevölkerung, die bereits jetzt unter einer katastrophalen humanitären Lage leidet – besonders unter den aktuellen Bedingungen des kalten und nassen Winters in Gaza und der weiter eskalierenden Gewalt in der Westbank.
Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina begrüsst die deutliche Kritik von den Regierungen von zehn Staaten, inklusive der Schweiz, an den Behinderungen und Restriktion der humanitären Hilfe im Gazastreifen durch die israelischen Behörden. Gleichzeitig betonen wir erneut: Kritische Worte allein reichen nicht. Es braucht klare politische und diplomatische Massnahmen – auch vom Schweizer Bundesrat. Wir schliessen uns damit dem Aufruf unserer Kolleg:innen in Israel an: In einem Statement von 19 israelischen Menschenrechtsorganisationen verurteilen sie ihre Regierung eindeutig und fordern die internationale Staatengemeinschaft auf, «dringend zu handeln, um die Unabhängigkeit humanitärer Organisationen zu schützen und sicherzustellen, dass Hilfe die Menschen erreicht, die sie am dringendsten benötigen.»
Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina ist ein Zusammenschluss von 12 Nichtregierungsorganisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im Nahostkonflikt einsetzen.
The US allowed Netanyahu to create four key loopholes in the deal to ensure Israel can continue its Gaza genocide – regardless of the 'ceasefire' agreement.
Muhammad Shehada Oct 15, 2025
The war may be declared “over,” but Gaza is still bleeding. In a spectacle of premature celebration, President Donald Trump stood with Israeli leaders, announcing the end of hostilities, a ceasefire signed in ink but...