Gesellschaft Schweiz-Palästina

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Veranstaltungen (Archiv)

cafe palestine kopf

Quartierzentrum Bäckeranlage   Hohlstr. 67, 8004 Zürich   

mit Bus Nr. 31 vom Bahnhofplatz Richtung Hermetschloo bis Bäckeranlage

Sonntag, 28. November 2021      >>> FLYER <<<Sumaya Farhat-Naser

aktualisiert: statt Zertifikat Maskenpflicht und Kontaktdaten

ab 17 Uhr: Büchertisch, Olivenöl, Datteln und weitere Produkte aus Palästina 

18.00 Uhr: Gespräch & Diskussion 

Sumaya Farhat-Naser

im Gespräch mit Erwin Koller (Fernsehjournalist und Erfinder der Sternstunden)

Palästina: Leben und Friedenserziehung

unter Besatzung

Freitag 2. Dezember 2022 18:30  Stuttgart, Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, 
Samstag, 3. Dezember 2022 17:00   Bern, Hotel Bern, Zeughausgasse 9
Sonntag, 4. Dezember 2022 17:00   Basel, KHaus / Turmzimmer, Kasernenhof 8

Veranstaltung in Bern und Basel mit
Dr. Samira Alayan und Prof. em. Nurit Peled-Elhanan 

Samira_Alayan Nurit Peled Elhanan

Referat in englischer Sprache, Eintritt Fr. 20.-/10.- (Studierende), Büchertisch.

Anmeldung erwünscht.     Auskunft: R. Ganzfried 079 592 22 84     >> Flyer A4    >> Flyer A5

Organisation

Stuttgart: Katholisches Bildungswerk Stuttgart |  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | +49 711 70 50 600 | www.kbw-stuttgart.de
Bern: Gesellschaft Schweiz-Palästina (GSP) | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | +41 79 592 22 84 | www.palaestina.ch
Basel: Palästina Solidarität Region Basel | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | +41 79 592 22 84  | www.palaestina-info.ch

Lehrmittel und Lehrmethoden sind immer ideologisch geprägt und multimodal. Sie vermitteln die Inhalte verbal, visuell und praktisch. Auszubildende haben aber einen Anspruch auf ausgewogene Information und Bildung. Wie lässt sich dieses in Konfliktsituationen gewährleisten? Wie gut oder mangelhaft wird dieser Bildungsanspruch im politisierten und emotionalisierten Kontext Israel/Palästina umgesetzt?

Nurit Peled-Elhanan hat die semiotischen Mittel untersucht, mit denen israelische Schulbücher die Besetzung Palästinas legitimieren und die jüdischen Schüler:innen darauf vorbereiten, dieses Regime als Soldat:innen und Zivilist:innen fortzuführen.

Samira Alayan beschreibt die Schwierigkeiten des palästinensischen Bildungssystems unter Besatzung und Zensur eine ausgewogene Bildung zu gewährleisten und hierfür geeignete Lehrmittel zur Verfügung zu stellen.

Die Referentinnen werden ihre Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren, wie Bildung auch ein friedliches Zusammenleben fördern könnte. Weil ihre Schlussfolgerungen auch auf andere gesellschaftliche Konflikte und Regionen zutreffen, sind ihre Empfehlungen von allgemeinem Interesse.

Die Referentinnen:

Weiterlesen: Ideologie und Propaganda im Bildungswesen

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Quartierzentrum Bäckeranlage   Hohlstr. 67, 8004 Zürich      

Sonntag, 31. Oktober 2021Aref Hajjaj 250

Zutritt nur mit Covid-Zertifikat, ohne Essen

ab 17 Uhr: Büchertisch, Olivenöl, Datteln und weitere Produkte aus Palästina             >>> FLYER <<<

18.00 Uhr: Referat & Diskussion 

Dr. Aref Hajjaj, Bonn

Publizist und Politikwissenschaftler

Die palästinensischen Israeli - mehr als 20% der Bürger und Bürgerinnen Israels:

Diskriminiert und mit minderen Rechten im Nationalstaat des jüdischen Volkes.

Welche Vorstellungen haben die palästinensischen Israelis über die künftige Staatsform? 

Wollen sie einen gesonderten palästinensischen Staat oder befürworten sie die Einstaatenlösung?

Ein wesentliches Manko der israelischen Demokratie liegt in der faktischen Diskriminierung der palästinensischen Staatsbürger, die etwa 22 % der Gesamtbevölkerung Israels ausmachen. Eine lebendige Demokratie muss auch und gerade für ethnische und religiöse Minderheiten gelten, andernfalls gerät sie zu einer Art Apartheid.

Anders als die jüdischen Israelis, die den freiheitlich-liberalen Charakter und die sozialen Errungenschaften Israels genießen, werden die „israelischen Araber“ ob Muslime oder Christen von diesem Staat, den sie sich nicht ausgewählt haben, auf vielfältige Weise diskriminiert 1). 

Das beginnt mit dem Besitz von Land und Boden. Die ILA, die staatliche „Israel Land Administration“kontrolliert 93% der gesamten Landfläche, zum grössten Teil das Resultat der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung während der Nakba von 1947-49 und der Konfiszierung ihres Eigentums.

Die Benachteiligung geht weiter in den Sektoren Bildung, Arbeitsmarkt und Infrastruktur. Im Berufsleben geht die Benachteiligung darauf zurück, dass die Karriereplanung und die Ausbildung in Israel meist über den Militärdienst erworben werden, von dem die nicht-jüdische Minderheit in Israel weitgehend ausgenommen ist.

1) Adalah, das juristische Zentrum für die Rechte arabischer Minderheiten in Israel hat eine Liste von über 65 israelischen Gesetzen zusammengestelle, die palästinensische Bürger in Israel und/oder palästinensische Bewohner der besetzten palästinensischen Gebiete (OPT) aufgrund ihrer nationalen Zugehörigkeit direkt oder indirekt diskriminieren. ( The Discriminatory Laws Database https://www.adalah.org/en/content/view/7771 )

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Dr. Aref Hajjaj, wurde im Februar 1943 in Jaffa, im britisch besetzten Palästina geboren.

Nach schweren Bombardements der damaligen Wirtschaftsmetropole durch jüdische Milizen, floh seine Familie im Jahr 1948 nach Beirut. Später zog sie nach Kuwait, das der junge Hajjaj im Jahr 1961 verliess, um in Deutschland Politikwissenschaft, Geschichte und Völkerrecht zu studieren. Nach dem Abschluss seiner Promotion an der Uni Heidelberg trat er im Bonner Aussenministerium eine Stelle als Übersetzer und und Dozent für interkulturelle Kommunikation an.

Er hat mehrere Bücher publiziert, u.a.

  • Aref Hajjaj, Heimatlos mit drei Heimaten - Prosatexte über das Anderssein
    KIENER Verlag 2021,  208 Seiten   ISBN 978-3-948442-21-7
  • Aref Hajjaj: Land ohne Hoffnung?. Arabischer Nationalismus, politischer Islam und die Zukunft Palästinas
    Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2016, 167 Seiten  ISBN 9783506783998
  • Aref Hajjaj, „Angekommen in Deutschland- der Preis der Integration, Paderborn 2010