Gesellschaft Schweiz-Palästina

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Medienmitteilung – 22. Oktober 2013

Neu deklariert Globus israelische Siedlungsprodukte korrekt als solche – nun ist auch Coop gefordert

Globus hat die Kritik der Gesellschaft Schweiz-Palästina aufgenommen und angekündigt, ab Januar Kosmetikprodukte der israelischen Marke AHAVA als Produkt aus einer illegalen israelischen Siedlung im Westjordanland zu deklarieren. AHAVA produziert Kosmetika mit Mineralien aus dem Toten Meer. Die Fabrik befindet sich nicht in Israel sondern im besetzten palästinensischen Gebiet.

 

Solche Siedlungen verstossen gegen das in der IV. Genfer Konvention festgehaltene internationale Recht; völkerrechtswidrig ist auch die Ausbeutung der mineralhaltigen Schlacke des Toten Meeres durch ein Unternehmen der Besatzungsmacht – in diesem Fall durch die Firma AHAVA.

Die Gesellschaft Schweiz-Palästina hatte deshalb Globus in einem Schreiben aufgefordert, AHAVA Produkte ganz aus dem Sortiment zu nehmen bzw. diese zumindest korrekt zu deklarieren. Die GSP begrüsst nun den Entscheid von Globus und anerkennt das Bemühen von Globus, die Ursprungsbezeichnung zu korrigieren.

Bereits Anfang Jahr hat Migros – ebenfalls auf öffentlichen Druck u.a. der GSP – beschlossen, Produkte aus israelischen Siedlungen – insbesondere Frischkräuter und Datteln – korrekt als solche zu deklarieren und für Siedlungsprodukte auf die Bezeichnung „Herkunft Israel“ zu verzichten.

Nun ist auch Coop gefordert. Die GSP fordert Coop und andere Anbieter auf, unverzüglich dem Beispiel von Migros und Globus zu folgen und israelische Siedlungsprodukte transparent als solche zu deklarieren. Zusätzlich fordert die GSP Importeure auf, generell auf den Einkauf von Produkten aus israelischen Siedlungen im besetzten palästinensischen Gebiet zu verzichten. Es handelt sich um eine Politik, die auch international angestrebt wird. Die EU bereitet Massnahmen vor, die den Marktzugang solcher Produkte verhindern sollen. Denn die israelischen Siedlungen sind das Haupthindernis für die Entstehung eines palästinensischen Staates und somit einen gerechten Frieden im Nahen Osten.

Auskunft

Nationalrat Daniel Vischer, Präsident GSP, 079 682 43 92 oder
Peter Leuenberger, 079 688 56 53

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