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aktuelle Events
Di 06.03.12
20 h
Bern, Le Cap (Französische Kirche), Nicolas Manuel-Saal, Predigergasse 3
Marlène Schnieper Nakba – die offene Wunde
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Newsletter-Archiv
28.11.2011 - 21:20
Konzert: HIP HOP PALESTINE / Tagung „Palästina – ein endloser Konflikt“

HipHop - auch das gibt es in Palästina!HipHop Palestineerstmals in der Schweiz:Darg Team (aus Gaza) Kayaan (aus Nazareth/Schweiz) Distrikt Rhymes Unit (aus Tulkarem/Jenin) Dar Qandeel (aus Tulkarem) Black Revolution (aus Hebron/Ramallah)sind diese Woche auf Tournee durch die Schweiz:Mi.. 30.11. Basel/SommercasinoDo. 1.12. Bern/ReitschuleFr.  2.12. St. Gallen/Jugendkulturraum FlonSa. 3.12. Zürich/Rote Fabrikund dasDarg Teams ist am Montag, 26.Dez. in der Kantine/Konstanz zu hören.************Eine vertiefe Diskussion zu Palästina bietet dasFORUM «HUMANITÄRE SCHWEIZ»am Fr. 9.Dez. 2011, 14.30 - 18.15 an der Uni Zürich(Hörsaal: KOL-F-104) „Palästina – ein endloser Konflikt“mit:  Prof. Dr. Franz A. Blankart, Prof. Dr. Albert A. Stahel, André Marty, Jumana Cathrin Saba und Rudolph von Planta. >>> Programm   Anmeldung bis 5. Dez. 2011Mit solidarischen GrüssenIhr GSP-Vorstand

17.11.2011 - 18:07
Rote Fabrik Zürich | PALÄSTINA - Kulturaspekte

Stéphane HesselRückblick auf die Veranstaltung vom 27. Okt. 2011 in ZürichDer grosse Saal des Kirchgemeindehauses Wipkingen war mit rund 350 Teilnehmern fast bis auf den letzten Platz besetzt. >>hier<< geht es zur Foto-Galerie und >>hier<< zum grossen Interview in der WOZ Die Palästina-Wochen in der Roten Fabrik in Zürich sind voll im Gang und dauern noch bis zum 7. Dezember.Rote Fabrik Zürich | PALÄSTINA - Kulturaspekte Aktuelle Kunst- und Kulturpositionen eines Volkes ohne Staat Org.:   Konzeptbüro IG Rote Fabrik in Zusammenarbeit mit Café Palestine / GSP Zürich.Gesamtprogramm: >>> Website Rote Fabrik          >>> pdf     Während der ganzen Zeit:Ausstellung zur Nakba Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 Das weitere Programm:Do. 17. Nov.20 hAL ZAYTOUNA - BETWEEN THE FLEETING WORDS Palästinensischea Tanztheater aus London So. 20. Nov.16 hDokumentarfilm 5 MINUTES FROM HOME17 hJERUSALEM - THE EAST SIDE STORYFilm von Mohammed AlatarDi. 22. Nov.19.30 hVIDEOCARTOGRAPHIES: AÏDA, PALESTINE Ein experimentelles Doklumentarvideo von Till Roeskens 20.30Die Auswirkungen israelischer Siedlungspolitik auf Palästina Vortrag zur aktuellen Situation von Angela Godfrey-Goldstein Mi. 23. Nov.20 hFIX ME / FilmRegie: Raed Andoni, Palästina/Schweiz 2009 So. 27. Nov.14.3014.30 Doppelprogramm MARIA`S GROTTO und WOMEN IN STRUGGLE von Buthina Canaan Khoury Maria`s Grotto Palästina 2007, 52 Min, DVD, Color, Arabisch m. Engl. UT Woman in Struggle Palestine 2004, 56 min., Color, Arabisch m. Engl. UT 17 hPalästinensisches Essen im Café Palestine18 hCafé Palestine Vortrag und Gespräch:Hip Hop in Palästina – die zweite Intifada GenerationGüntert, Soziologe, über Subkulturen in der Westbank und im Gazastreifen.Di, 29. Nov.20 hPodiumsgespräch KULTURPRODUKTION IN PALÄSTINA - Buthina Canaan Khoury (Dokumentarfilmerin, lebt in Ramallah) - Mohammed Alatar (Filmemacher, lebt in den USA) - Ragheda Andoni Isaac (Zuständig für Kulturprojekte bei DEZA Gaza & West Bank, lebt in Betlehem) - Issa Freij (Cinematograph, Mitbegründer Al-Ma'mal-Stiftung für zeitgenössische Kunst in Jerusalem, lebt in Jerusalem und Ramallah) Mi. 30. Nov.20 hFilm Doppelprogramm - «Last Supper» von Isaa Freij - «The Iron Wall» von Mohammed Alatar Do. 1. Dez.20 hFilm ARNAS CHILDREN von Juliano Mer-Khamis Sa. 3. Dez.20 hHipHip PalestineMit: Darg Team (aus Gaza) Kayaan (aus Nazareth/Schweiz) Distrikt Rhymes Unit (aus Tulkarem/Jenin) Dar Qandeel (aus Tulkarem) Black Revolution (aus Hebron/Ramallah)Mi. 7. Dez.20 hKurzfilmprogramm "Lesh Sabreen" von Muayad Alayan "Fatenah" von Ahmad Habash Für den Vorstand der Gesellschaft Schweiz-Palästina (GSP)Ruedi Knutti 

06.11.2011 - 18:21
Rote Fabrik Zürich | PALÄSTINA - Kulturaspekte

Einladung zu einer Veranstaltungsreihe in der Roten Fabrik vom 8. Nov. bis 7. Dez. 2011Org.:   Konzeptbüro IG Rote Fabrik in Zusammenarbeit mit Café Palestine Zürich.Gesamtprogramm: >>> Website Rote Fabrik          >>> pdf     AUDIO-VISUAL-ARTJack Persekian – Nablus SoapIsaa Freij / Said Murad – Heavens' GateTill Roeskens – Vidéocartographies: Aïda, PalestineTHEATRE09.11. Freedom Theatre – SHO KMAN? (Was noch?)10.11. / 16.11. Roland Merk – Die Vertreibung   >>> mehr dazu (pdf)17.11. AL ZAYTOUNA – Between the Fleeting WordsCONCERTS12.11. Palästinensisches Fest / Palestinian Celebretion03.12. Hip Hop aus Palästina / Hip Hop from PalestineMOVIES20.11. Nahed Awwad – “5 Minutes from Home”20.11. Mohammed Alatar – “Jerusalem The East Side Story”23.11. Raed Andoni – “Fix me”27.11. Buthina Canaan Khoury – „Maria's Grotto“ & „Woman in Struggle“30.11. Isaa Freij – «Last Supper» & Mohammed Alatar – «The Iron Wall»01.12. Juliano Mer-Khamis & Danniel Danniel – “Arna's Children”07.12. Muayad Alayan – "Lesh Sabreen" & Ahmad Habash – "Fatenah"EXHIBITION15.11. bis 04.12. Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948LECTURES & PANEL DISCUSSIONS08.11. Clemens Messerschmid – Palästina/Israel: Wem gehört das Wasser?22.11. Die Auswirkungen israelischer Siedlungspolitik auf Palästina27.11. Manuel Güntert – Subkulturen in der Westbank29.11. Palästinensisches Kulturschaffen: Schwierigkeiten – Strukturen – EntwicklungenFür den Vorstand der Gesellschaft Schweiz-Palästina (GSP)Ruedi Knutti 

02.11.2011 - 23:15
Palästina: Wem gehört das Wasser?

organisiert von Amnesty International und Peacewatch Switzerland Der Zugang zu den Wasserressourcen und deren Verteilung ist ein zentrales Thema im Nahostkonflikt und spielt auch in den „Friedensverhandlungen“ eine wichtige  Rolle.Über die Aufteilung der Wasserressourcen in Israel/Palästina bestimmt jetzt allein Israel. So ist es zum Beispiel den Palästinenserinnen und Palästinensern per Militärdekret verboten, ohne Bewilligung Einrichtungen für die  Wasserversorgung zu bauen oder zu reparieren. Etwa 40% der Dörfer in der Westbank sind nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. Sie müssen die fehlende Wassermenge von Tankwagen kaufen. Andererseits pumpt Israel für seinen Bedarf jährlich enorme Wassermengen aus der Westbank ab, einen grossen Teil davon aus dem Jordantal, zu dem Israel der palästinensischen Bevölkerung den Zugang verwehrt. Mit diesem eigentlichen Wasserraub verletzt Israel nicht nur humanitäres Völkerrecht, sondern auch das Recht auf Wasser für alle. Amnesty International hat 2010 eine Kampagne zu diesem Thema geführt.Welches sind die Hauptprobleme bei der Zuteilung und beim Zugang zu den Wasserressourcen in Israel/Palästina? Welche israelische Mythen, welche palästinensischen Missverständnisse prägen die Diskussion rund um die Wasserthematik? Welche Auswirkungen hätten eine Ein-, oder Zweistaatenlösung auf  die Verteilung der Wasserressourcen?Auf diese und weitere Fragen wird der deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmid in seinem Vortrag eingehen.  Er lebt in Ramallah und arbeitet sei bald 15 Jahren in den besetzten Gebieten, in internationalen Wasserprojekten und als Berater für verschiedene Organisationen.Bern:Sonntag, 6. November 2011, 17h  Amnesty International, Speichergasse 33Fribourg: Montag, 7. November 2011, 19.15h, Université, Miséricorde, salle 3113 (Vortrag auf englisch)Zürich:Dienstag, 8. November, 18.15h Universität Hauptgebäude, KO2-F-152 (Rämistr. 71)Anschliessend in der Roten Fabrik, Zürich:Eröffnung der Veranstaltungsreihe Palästina-Kulturaspekte mit Apéro (ab 20h)  und einer multimedialen Vortragsperformance von Jack Persekian, Ostjerusalem. (21h)                             Basel: Mittwoch, 9. November 2011, 19.30h  Mission 21, Missionsstrasse 21Für den Vorstand der Gesellschaft Schweiz-Palästina (GSP)Ruedi Knutti 

18.10.2011 - 07:14
«Empört euch!» - Stéphane Hessel über politischen Widerstand

Wir laden Sie herzlich ein zu einem Abend mit Stéphane Hessel:Donnerstag, 27. Oktober 2011, 20 UhrKirchgemeindehaus Wipkingen,Rosengartenstrasse 1, 8037 Zürich(Tram 13 bis Wipkingerplatz)Moderation:André Marty, ehemaliger Nahostkorrespondent des Schweizer FernsehensStéphane Hessel spricht über das Diktat des Finanzkapitals, die Ohnmacht der Politik, diesem entgegenzuhalten, wie Menschenrechte mit Füssen getreten werden.Aber auch über die Hoffnung des arabischen Frühlings, der fast gleichzeitig mit dem Erscheinen seines Bestsellers «Empört euch» begann. Und er sagt uns, warum der Palästinakonflikt selbst eine Quelle der Empörung ist und er sich hier engagiert.Stéphane Hessel hat sich nicht erst mit seinen jüngsten Streitschriften «Empört euch!» und «Engagiert euch!» einen Namen als Menschenrechtskämpfer gemacht. 1917 in Berlin geboren, erlebte Stéphane Hessel den Aufstieg des Faschismus in Europa. Nach Frankreich emigriert, wurde er 1938 französischer Staatsbürger. 1941 schloss er sich derWiderstandsbewegung De Gaulles an.1944 wurde er von der Gestapo in Paris verhaftet und in deutsch Konzentrationslager deportiert. Zweimal entging er der Hinrichtung. 1945 trat er in den diplomatischen Dienst Frankreichs ein. Er ist Mitverfasser der AllgemeinenMenschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (1948). 1981 wurde ihm der Ehrentitel «Ambassadeur de France» verliehen. Seit 2003 nahm er an Beobachtermissionen in Israel und Palästina teil. Kurz nach dem Krieg besuchte er2009 Gaza.Stéphane Hessel ist Mitglied der Jury des Russell Tribunals zu Palästina (www.russelltribunalonpalestine.com).Eintritt: Fr. 20.-/12.->>> FLYER <<<Mit herzlichen GrüssenDaniel VischerPräsident Gesellschaft Schweiz-Palästina

19.06.2011 - 15:20
Stéphane Hessel: «Empört und engagiert Euch»

Sie können das heute So. 19. Juni in der Sternstunde Philosophie ausgestrahlte Interview noch (oder nochmals) jederzeit über das Internet sehen und hören:- als Stream über das Videoportal- als Video Podcast- Audio Podcastoder in einer Wiederholung auf SF1:Mo. 20. Juni 2011 02:15 Di. 21. Juni 2011 12:00 Mi. 22. Juni 2011 04:30 Sa. 25. Juni 2011 08:50 Der 94-jährige französische Diplomat und Autor im Gespräch mit Juri SteinerMit «Empört Euch» hat der einstige Résistancekämpfer und spätere hohe Diplomat Stéphane Hessel 2010 einen millionenfachen Bucherfolg erzielt. In einem zweiten Schritt vertieft er seine Vorstellung von einem engagierten Leben. «Engagiert Euch» heisst seine neuste Publikation. Eine komplexere Welt, so der Jahrhundertzeuge Hessel, erfordert komplexere Strategien. Juri Steiner hat das 94-jährige «Jugendidol» in Berlin getroffen und mit ihm über Widerstand, internationale Zusammenarbeit sowie persönliches Engagement gesprochen, und darüber, ob sich die Welt auch tatsächlich verändern lässt. Stephane Hesseel nimmt in diesem Gespräch auch dezidiert Stellung zum Israel/Palästina Problem.Die GSP plant Stephane Hessel im Oktober 2011 in die Schweiz einzuladen. Für den Vorstand der GSPRuedi Knutti

15.06.2011 - 17:53
JORDANTAL - Rechtlos im eigenen Land
Isolation und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung

Wir laden euch herzlich ein zu einer Veranstaltungam Sonntag, 19. Juni 2011, 17.30 hLänggasstreff, Lerchenweg 35, 3012 BernDr. Jorge Castro berichtet über„Das schwierige Leben der Palästinenser unter der israelischen Besatzung im Jordantal“(engl. mit deutscher Übersetzung)Jorge Castro ist gebürtiger Kolumbianer, hat Psychologie studiert und in Lausanne promoviert.Er arbeitet mit der Bewegung „Jordan Valley Popular Committee“ zusammen, die sich die Unterstützung der einheimischen palästinensischen Bevölkerung des Jordantals bei der Bewältigung ihrer schwierigen Lebensumstände zur Aufgabe gemacht hat. Diese werden immer verzweifelter angesichts der von der israelischen Armee ungehindert vorangetriebenen  Verdrängung durch Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen wie Felder, Wasserressourcen, Behausungen - um Platz für israelische Siedler und ihre riesigen Plantagen zu schaffen.>>>FLYER
16.05.2011 - 11:13
MEDIENMITTEILUNG: Sofortige Freilassung von Prof. Mazin Qumsiyeh und der weiteren in al-Walaja Verhafteten.

Die Gesellschaft Schweiz Palästina (GSP) fordert die sofortige Freilassung des palästinensisch-amerikanischen Menschenrechtsaktivisten Prof. Mazin Qumsiyeh und der weiteren sieben durch die israelischen Besatzungstruppen Verhafteten. Sie wurden gestern Sonntag, 15. Mai 2011 anlässlich der Gedenkmärsche zum 63. Jahrestag der "Naqba", der Vertreibung der Palästinensischen Volkes in der palästinensischen Ortschaft Al Walaja verhaftet. Gleichentags wurden Hunderte von Zivilisten von der israelischen Armee verletzt und etwa 15 erschossen, weil sie auf ihr Menschenrecht zur Rückkehr in ihre Heimat pochen. Der israelische Staat - die selbstdeklarierte "einzige Demokratie des Nahen Ostens" - zeigt, dass er sich nicht von der syrischen Regierung unterscheidet bei der Unterdrückung der Menschenrechte und des Völkerrechts.Einmal mehr hat sich bestätigt, wovor die israelische Regierung am meisten Angst hat: Vor dem friedlichen, gewaltlosen Widerstand. Wie sich dieser gestern Sonntag in al Walaja geäussert hat, können Sie auf dem von Prof. Mazin Qumsiyeh aufgenommenen und noch vor seiner Festnahme geretteten Video sehen:Al-Walaja Nakba Day 15 May 2011 http://www.youtube.com/watch?v=VfizCh0TaZEWeitere Informationen finden Sie auf:Israeli forces crack down on non-violent march in Al Walaja villagehttp://www.imemc.org/article/61247Wir danken Ihnen für die Verbreitung dieser Informationen auf Ihren Kanälen und stehen für weitere Informationen gerne zur VerfügungIm Namen des Vorstands der Gesellschaft Schweiz Palästina (GSP)Ron Ganzfriedron.ganzfried@palaestina.ch079 592 22 84

19.04.2011 - 13:36
Nemashim - Ein arabisch-hebräisches Theaterprojekt

Mi. 27. April, 20.30 Bern, ONO Kramgasse 6    Flyer BernDo. 28. April, 19.00 Zürich, Kulturhaus Helferein, Kirchgasse 13   Flyer ZürichFr. 29. April, 20.00 St. Gallen, Buchhandlung Comedia, Katharinengasse 20   Flyer St.Gallen Nemashim berichtet über die bewegten Jahre eines gleichnamigen interkulturellen Theaterprojekts, in dem hebräische und arabische Jugendliche – wörtlich und spielerisch – in einer Kommune zusammenlebend und arbeitend, einen Weg suchten, die gesellschaftlichen, politischen und ethnischen Spannungen auszuleben und zugleich mit Theaterspiel das Bewusstsein für einen Weg zur Gewaltfreiheit in der Konfl iktbearbeitung propagierten. Interkultureller Dialog und gegenseitiger Respekt sollten so im konkreten alltäglichen gefördert werden, die Bereitschaft zur Verständigung wachsen können.Uri Shani, geboren 1966 in Zürich, wanderte 1985 nach Israel aus und studierte in Tel-Aviv Theaterregie und -pädagogik sowie Arabisch in Kairo. Er arbeitet als Regisseur, Schauspieler, Autor, leitet Theaterworkshops und ist Doktorand an der Universität Haifa. Uri Shani spricht fliessend Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Hebräisch. Vom 26. April bis 08. Mai 2011 ist Uri Shani zur Vorstellung seines neuen Buches auf Lesereise durch Deutschland und die Schweiz. Ausgehend von den Erfahrungen der bi-kulturellen Theaterkommune führt der Autor auch in die politische Situation seines Landes ein….Buch: Uri Shani, Nemashim. Ein arabisch‐hebräisches Theaterprojekt. AphorismA Verlag Berlin, April 2011.www.mideastweb.org/nemashim     www.nahostfrieden.ch/veranstaltungen

08.04.2011 - 15:11
Israelische Produkte - Nein Danke !

Liebe GSP Mitglieder Liebe Nahost- und Palästina InteressiertDer Vorstand der GSP hat am 3. März 2011 das aktualisierte Leitbild unserer Gesellschaft verabschiedet, in welchem er u.a. auch zur internationalen Kampagne für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) bekennt: BDS bis zum Ende der israelischen Besatzung, Besiedlung und Blockade der seit 1967 besetzten Gebiete und der Diskriminierung der palästinensischen BürgerInnen in Israel sowie bis zur Umsetzung des Rechts auf Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat . Insbesondere fordert die GSP, den Import von Gütern, die in den illegalen israelischen Siedlungen der besetzten Gebiete hergestellt werden, zu unterbinden.(>>> www.palaestina.ch/d/statuten.php),In diesem Sinne hat Daniel Vischer, Präsident der GSP am 17.3.2011 im Nationalrat eine parlamentarische Initiative für ein Einfuhrverbot für Güter aus israelischen Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten eingereicht.(>>> www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20110423)Aufruf an Migros und Coop  >>>  www.bds-info.ch/aufruf Wir rufen Sie auf, ebenfalls aktiv zu werden, z.B. durch die Unterstützung des Aufrufs an Migros und Coop, keine israelischen Produkte zu verkaufen, solange sich Israel nicht an das Völkerrecht hält.Der Aufruf an Migros und Coop kann auch auf Papier untetrzeichnet werden. Unterschriftenlisten:  ebenfaslls auf >>> www.bds-info.ch/aufruf Mit solidarischen Grüssenfür den Vorstand GSPruedi knutti

02.03.2011 - 17:44
Israeli Apartheid Wochen 2011

Die Israeli Apartheid Wochen  (IAW) werden 2011 zum siebten Mal in Folge, mit Veranstaltungen überall auf der Welt durchgeführt mit Vorträgen, Multimedia Events, kulturellen Veranstaltungen, Filmvorführungen, Kundgebungen und anderem mehr.2011 beteiligen sich erstmals auch mehrere Palästina-Solidaritäts Organisationen in der Schweiz an den Israeli Apartheid Wochen:Di. 8. März, 19 h, Bern, Le Cap Französische Kirche, Bern, Predigergasse 3Mi. 9. März, 19 h, Basel, Unternehmen Mitte, Basel, Gerbergasse 30Do. 10. März, 19.30 h, Zürich, Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14Jerusalem − Raumplanung als Herrschaftsinstrument. Referat von und Diskussion mit Viktoria WaltzViktoria Waltz wird anhand der israelischen Raumplanung im Grossraum Jerusalem die institutionalisierte Segregation, Diskriminierung und Verdrängung der palästinensischen Bevölkerung aus Jerusalem aufzeigen.Viktoria Waltz ist Architektin und war bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2007 u.a. Dozentin an der Fakultät für Raumplanung der Universität Dortmund. Zwischen 1997 und 2000 war sie als Regierungsberaterin für das palästinensische Wohnbauministerium in Gaza und Ramallah tätig. Ihre Arbeitsfelder sind: Multiethnischer Raum und Identität, Stabilisierung benachteiligter Stadtteile und Beteiligung benachteiligter Gruppen im Ruhrgebiet; die soziale Stadt; Kolonialisierung und räumliche Deformation im Nahen Osten (Israel/Palästina); Kommunikation in der Planung und kooperative Planungsverfahren. Zudem betreut sie die Partnerschaft mit der Universität Birzeit im Westjordanland.------------------------------------------------------------------------------------------------Do. 10. März 19.30 h, Bern, Kirchgemeindehaus Pauluskirche, Bern, Freiestrasse 20Viktor Kocher: Die Grundgegebenheiten des Nahostkonflikts und die Möglichkeiten, sie zu verändernGesprächsleitung, Matthias Hui, Fachstelle OeMEOrganisation: Gerechtigkeit und Frieden in Palästina GFP, Bern und Berner Mahnwache für einen gerechten Frieden in Israel / Palästina Victor Kocher war während 17 Jahren als Korrespondent der NZZ im Nahen Osten tätig (1992 – 2009). Nach dem Studium (Altphilologie und Arabisch) hatte er den Nahen Osten seit 1977 bereist und dort auch als Delegierter des Roten Kreuzes gewirkt. Seit Sept. 2009 berichtet er als Korrespondent über internationale Organisationen in Genf (z.B. UN-Menschenrechtsrat), über die Länder des Maghreb und beschäftigt sich mit Fragen des Islams…------------------------------------------------------------------------------------------------ Fr. 11. März 19 h, Bern, Käfigturm 2. StockFilm, Jaffa THE ORANGE’S CLOCKWORKDokumentarfilm mit dt. UntertitelnOrganisation: Gerechtigkeit und Frieden in Palästina GFP, Bern und Berner Mahnwache für einen gerechten Frieden in Israel / PalästinaAnhand von einzigartig komponiertem Filmmaterial spürt Eyal Sivan im Film der Geschichte der Orangenmarke Jaffa nach. Israelische und palästinensische Intellektuelle reflektieren und analysieren die Geschichte der Jaffa-Orangen und wie mit dieser Frucht nicht nur ein Produkt, sondern auch ideologische Botschaften und Blickwinkel transportiert und Legenden gebildet wurden. Eyal Sivan: "Die Geschichte der Jaffa-Orange ist auch die Geschichte der Negation der palästinensischen Realität vor der Staatsgründung Israels 1948."Das Kino Xenix in Zürich zeigt (ausserhalb des IAW11-Programms)Jaffa THE ORANGE’S CLOCKWORKim März 2011 in den Sonntagsmatinees um 12 h(6., 13., 20., 27. März)www.xenix.ch/1_programm/filmdetail.php?movieID=2705&zyklusID=------------------------------------------------------------------------------------------------ So. 27. März. 2011 Zürich Café Palestine / Rest. ZähringerIsrael - ein Apartheidsstaat ?  – der Begriff der Apartheid im Internationalen RechtReferat von Stephanie Selg, Juristin Die Juristin Stephanie Selg arbeitete unter anderem als juristische Mitarbeiterin für BADIL (www.badil.org) in Bethlehem und war zuletzt von Januar 2009 bis Juli 2010 als Legal Advisor Mitglied der Schweizer Delegation bei der intenationalen Beobachtermission TIPH in Hebron (www.tiph.org). Sie wird in ihrem Referat aufzeigen, wie sich der Begriff der Apartheid im Interna-tionalen Recht definiert, welche Sanktionen vorgesehen werden, welche Durchset-zungsmechanismen des Völkerrechts zur Verfügung stehen - und welche Schlüsse daraus auf Israel und seine Unterdrückung der PalästinenserInnen innerhalb der 67-er Grenzen und in den besetzten Gebieten gezogen werden sollten. Organisation: Gesellschaft Schweiz-Palästina Zürich / Café Palestine Zürichwww.cafe-palestine.ch ------------------------------------------------------------------------------------------------ Alle Termine sind auch auf www.palaestina.ch/d/events_alle.phpFlyer Basel: www.nahostfrieden.ch/pdf/iaw11/IAW_2011-CH-Basel.pdfFlyer Bern: www.nahostfrieden.ch/pdf/iaw11/IAW_2011-CH-Bern-Kocher.pdfFlyer Zürich:  www.nahostfrieden.ch/pdf/iaw11/IAW_2011-CH-Zuerich.pdfWeitere Informationen zur IAW11: (CH-Romandie und international);  www.apartheidweek.org
02.02.2011 - 09:45
Im Nahen Osten beginnt eine neue Epoche

@font-face { font-family: "Times New Roman"; }@font-face { font-family: "Arial"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 6pt; line-height: 120%; font-size: 10pt; font-family: Arial; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: "Times New Roman"; }span.au { }div.Section1 { page: Section1; } Tunesien könnte zu einem Fanal für die gesamte arabische Welt werden – dies war mein Ausblick vor einer Woche. Jetzt also Ägypten. Seit die Armee diesen Sonntag kundtat, nicht auf die Demonstranten zu schiessen, deren Forderungen vielmehr legitim seien, sind die Stunden Mubaraks gezählt. Über zwei Millionen Menschen demonstrierten am Dienstag auf dem Tahrir-Platz in Kairo. US-Präsident Obama schickte in letzter Minute einen Vermittler, aber die Demonstranten machten klar, dass sie keine Einmischung des Westens wünschten. Die ägyptischen Massen sind über Nacht mit unvorstellbarer Wucht aufgestanden. Dabei ist es vorwiegend ein Aufstand der Jugend, die zwei Drittel der ägyptischen Gesellschaft ausmacht und die sich ihre Lebenszukunft nicht mehr durch eine korrupte Diktatur und fremdbestimmte Interessen verbauen lassen will. Es ist ein sozialer Aufstand, freilich geht es um mehr als nur Brot und Arbeit: Das bisherige Regime muss weg, und eine grundlegende Reform verbunden mit freien Wahlen, die diesen Namen verdienen, steht zuoberst auf der Tagesordnung. Es ist keine Revolution der Muslimbrüder, die gewiss auch ihre Ambitionen kundtun werden, aber nur eine Minderheit darstellen, sondern der ganzen Breite des ägyptischen Volkes. Und sie ist autochthon, weder von Iran noch sonst woher gesteuert. SCHARNIER DES WESTENS. Auch wenn noch nicht absehbar ist, welche Wende genau Ägypten nehmen wird, fest steht, dass mit dem Ende des Mubarak-Regimes im Nahen Osten und im ganzen arabischen Raum eine neue Epoche beginnt. Eine Wende ging 1952 mit Nasser schon einmal von Ägypten aus. Jahrzehntelang war Mubarak das Scharnier des Westens in der arabischen Welt. Wenn vor kurzem Hillary Clinton und die EU-Aussenminister im Strudel der Ereignisse Demokratie anmahnten, war das nicht einmal gut gemeint, sondern heuchlerisch. Denn mit dem vorgeschobenen Argument der Angst vor einer Machtübernahme der Muslimbrüder wurde die Verhinderung freier Wahlen durch Mubarak jahrelang gestützt. Alle wissen, dass ohne jährliche amerikanische Milliardenhilfe das Mubarak-Regime längst implodiert wäre. Am eindeutigsten für Mubarak nahm aber bis zum Schluss der israelische Premier Benjamin Netanyahu Stellung. Wie Viktor Kocher in der NZZ von gestern zu Recht anmerkt, blieb der Friede Ägyptens mit Israel ein Friede mit dem Regime und nicht mit dem Volk, «ein kalter Frieden, weil die versprochene Wiedergutmachung des Unrechts an den Palästinensern und mithin die Versöhnung mit der ganzen arabischen Welt ausgeblieben sind». Beides könnte nun aber deutlich eingefordert werden. Zudem half Mubarak durch die Abriegelung Rafahs mit, den Gazastreifen auszuhungern, was sich nun ebenfalls sehr schnell ändern könnte. Aber auch die desavouierte Fatah-Führung wird keine Freude an dieser Entwicklung haben. Angst vor Marwan Barghuti, der in Israel im Gefängnis sitzt, haben sie, die Hamas und Israel nämlich gleichermassen – und genau das wissen alle Palästinenser. Daniel Vischer Nationalrat der Grünen Partei (ZH)und Präsident der Gesellschaft Schweiz Palästina GSP
24.01.2011 - 09:38
Al Jazeera | The Palestine Papers

Sie möchten mehr und aus erster Hand zum Inhalt der von AlJazeera publizierten "Palestine Papers" hören?  >>> http://english.aljazeera.net/palestinepapersUnd als besonderen Leckerbissen empfehlen wir Ihnenvon heute Montag, 24. Jan. bis Donnerstag, 28. Jan.  je von 21h bis 22h auf dem englischen Kanal von AlJazeera die Sendung.The Palestine PapersAljazeera explores the many myths about the Middle East peace process. New and exclusive insights into one of the most intractable conflicts of modern times.
11.12.2010 - 09:07
NZZ Inserat zum Internationalen Solidaritätstag mit Palästina 29. Nov. 1947 - 2010

Liebe Nahost- und Palästina InteressierteHerzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern für das NZZ Inserat vom 27.11.2010 zuminternationalen Tag der Solidarität mit dem Palästinensischen Volk!Der noch vorhandene Fehlbetrag hat sich seit unserem letzten e-mail auf knapp 900 Fr. verringert.Oder anders gesagt, den erhofften Überschuss, den wir dem Projekt Cinema Jenin in der Westbank  www.cinemajenin.org  überweisen möchten, haben wir leider noch nicht erreicht.Wir erlauben und deshalb, unsere Spendenbitte nochmals zu erneuern:Postcheckkonto 60-129927-6Gesellschaft Schweiz Palästina / ZürichVermerk:  NZZ Inserat Nov. 2010Bei dieser Gelegenheit möchten wir Sie auch noch auf zwei Veranstaltungen aufmerksam machen:Mo. 13. Dez. 16.15, Uni Zürich (Hauptgebäude Rämistr. 71)Is the Creation of a Palestinian State still Achievable?Prof. Dr. Saleh Abdel Jawad, Dean of the Faculty of Law & Public Administration, Birzeit University   >>>EinladungSo, 19.Dez. 18hCafé Palestine   Café Zähringer, Zähringerplatz 11, 8001 ZürichFrieden auf Erden? Die Kirchen und der Konflikt um Palästina.Ein Abend mit Matthias Hui, Theologe an der Fachstelle OeME der Ref. Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Er lebte von 1994 bis 1998 in Palästina und arbeitet seit 1998 im Forum für Menschenrechte in Israel / Palästina mit.   >>>www.cafe-palestine.chMit solidarischen GrüssenDie InititantenVerena Tobler  Linder    verenatobler@kernkultur.chRuedi Knutti    ruediknutti@bluewin.ch
01.12.2010 - 18:15
NZZ Inserat zum Internationalen Solidaritätstag mit Palästina 29. Nov. 1947 - 2010

Gut platziert auf Seite 7 im internationalen, redaktionellen Teil der NZZ vom Samstag, 27.11.2010 war unser Inserat offenbar der einzige Hinweis in den deutsch-schweizer Printmedien auf den 1977 von der UN Generalversammlung* beschlossenen Gedenktag zur Solidarität mit dem palästinensischen Volk.Wir danken allen, welche das Inserat bereits mit einem Beitrag unterstützt haben.Von dem erhofften Überschuss, den wir dem Projekt Cinema Jenin in der Westbank  www.cinemajenin.orgüberweisen möchten, sind wir leider noch weit entfernt.Wir freuen uns, wenn insbesondere jene, denen das Inserat gefallen hat, sich noch mit einer Spende melden:Postcheckkonto 60-129927-6Gesellschaft Schweiz Palästina / ZürichVermerk:  NZZ Inserat Nov. 2010Mit solidarischen GrüssenDie InititantenVerena Tobler  Linder    verenatobler@kernkultur.chRuedi Knutti    ruediknutti@bluewin.ch* http://www.un.org/depts/dhl/palestinian/index.html
16.11.2010 - 16:41
NZZ Inserat zum Internationalen Solidaritätstag mit Palästina 29. Nov. 1947 - 2010

Mit einem Inserat mit einem Gedicht von Erich Fried in der Samstagsausgabe der NZZ vom 27. Nov. 2010 wollen wir, die unten aufgeführten Initianten, die Öffentlichkeit auf den Internationalen Solidaritätstag mit Palästina am 29. November 2010 hinweisen.Link zum Inserat (pdf)Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns mit einem  finanziellen Beitrag unterstützen:Postcheckkonto 60-129927-6Gesellschaft Schweiz Palästina / ZürichVermerk:  NZZ Inserat Nov. 2010Einen alllfälligen Überschuss werden wir dem Cinema Jenin überweisenwww.cinemajenin.orgMit solidarischen GrüssenDie InititantenVerena Tobler  Linder    verenatobler@kernkultur.chRuedi Knutti    ruediknutti@bluewin.ch
10.11.2010 - 09:00
Geschichte und Gegenwart des Nahost-Konflikts sowie die Vision einer Lösung

Fredi Rudorf, Mitglied der GSP lädt ein zu einem dreiteiligen Kurs: "Geschichte und Gegenwart des Nahost-Konflikts sowie die Vision einer Lösung, welche sich auf global anerkannte Lebensgesetze stützt." Haben Sie interessiert an mehr Hintergrund-Wissen? Dieser Konflikt (Stichwort Islam, Angst vor Terror) betrifft ja auch uns.Grundlage des Kurses ist das Buch von Fredi Rudorf:  <Israel in Palästina – Wegweiser zur Lösung> Daten:   Freitagen statt: 3., 10. und 17. Dez. 2010 je von 19.30 bis 21.15 UhrOrt:       Volkshochschule WinterthurKosten:  Fr. 80.-Anmeldung: Kurs C418  079-658 01 36 oder 052-213 64 50 oder info@vhs-winterthur.ch .Weitere Informationen: Fredi Rudorf      044-271 05 07www.mediation-rudorf.ch     www.zuercher-seminare.org   Rudorf, Alfred: Israel in Palästina -Wegweiser zur Lösung   erhältlich bei books@cafe-palestine.ch   Fr. 25.- + Versandkosten   KurzbessprechungWir sind Ihnen dankbar, wenn Sie dieses Mail an potenziell Interessierte weiterleitenIm Namen des GSP VorstandsRuedi Knutti
25.10.2010 - 17:54

Wir freuen uns,Sie auf Samstag, 11. Dezember 2010 zurGeneralversammlung 2010 der Gesellschaft Schweiz-Palästinanach Bern einzuladenKornhausforum, Kornhausplatz 18, BernProgramm:14.00-15.30           Mitgliederversammlung16.00-18.00           Öffentlicher Vortrag und DiskussionReferent: Norman PaechThema: Zwingt die Shoa Deutschland zur unabdingbaren Unterstützung Israels?Norman Paech ist emeritierter Professor für Völkerrecht, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und aussenpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE. Er war bei der Free Gaza Flotte gegen die Gaza-Blockade dabei, wobei die israelischen Soldaten 9 Aktivisten töteten.UND:Bereits am nächsten Sonntag, 31. Oktober lädt die Zürcher Gruppe der GSP zum Café Palestine ein:18:00, im Rest. Zähringer, Predigerplatz, Zürich  ThemaGestern Südafrika, morgen Israel: Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) gegen Rassismus   Die 2005 von der palästinensischen Zivilgesellschaft lancierte BDS-Kampagne will Menschenrechte und das Völkerrecht gegenüber Israel durchsetzen. Vorbild ist dabei die Boykott-Kampagne gegen das südafrikanische Apartheidregime.  Die BDS-Kampagne will nach dem Vorbild der Bewegung gegen das südafrikanische Apartheidregime mit Boykott, Desinvestition und Sanktionen den Druck auf Israel erhöhen, bis das rassistische Regime gegenüber der palästinensischen Gesellschaft beendet wird. Zentral an der BDS-Kampagne sind drei Forderungen: Ende der Diskriminierung der palästinensischen Bevölkerung in Israel, Rückkehrrecht für die palästinensischen Flüchtlinge und Ende der militärischen Besatzung in Westjordanland und Gaza- Streifen. Das Café Palestine bietet die Möglichkeit, Hintergründe, Forderungen, Aktionsformen und Erfolge der BDS-Kampagne kennenzulernen und über Handlungsmöglichkeiten hier in der Schweiz zu diskutieren. Weitere Infos dazu >>> www.cafe-palestine.chmit besten Grüssenim Namen des VorstandsRuedi Knutti@font-face { font-family: "Times New Roman"; }@font-face { font-family: "Arial"; }@font-face { font-family: "Calibri"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 10pt; line-height: 115%; font-size: 11pt; font-family: Calibri; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; }
07.10.2010 - 12:38
NEIN zur Reise von Bundesrat Maurer nach Israel

@font-face { font-family: "Times New Roman"; }@font-face { font-family: "Arial"; }@font-face { font-family: "Calibri"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 10pt; line-height: 115%; font-size: 11pt; font-family: Calibri; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; } Bern, Waisenhausplatz Freitag 8. Oktober, 12 bis 13.30 Uhr Mit Nationalrat Daniel Vischer, Präsident GSP, und weiteren RednerInnen   Genf, place Neuve (beim Henry Dunant Denkmal) Freitag 8. Oktober, 18 bis 19.30 Uhr Mit VertreterInnen der Organisationen die den Aufruf (s. Beilage) unterstützen.Zwischen dem 9. und dem 11. Oktober besucht Bundesrat Ueli Maurer seinen israelischen Amtskollegen. Dieser Besuch widerspricht grundlegend dem Engagement der Schweiz für einen gerechten, dauerhaften und auf dem Völkerrecht basierenden Frieden im Nahen Osten. Zudem bedeutet dieser Besuch eine einseitige Unterstützung der israelischen militärischen Besatzung, sowie ein Einverständnis mit der Straflosigkeit der Verantwortlichen der israelischen Armee. Die völkerrechtswidrige Blockade des Gaza-Streifens, die Vorfälle auf den Gaza-Solidaritätsboote -vor kurzem auch gegen ein jüdisches Boot - die uneinsichtige Haltung Israels in der Frage des Siedlungsbaus im Westjordanland sowie die systematische Vertreibungspolitik, insbesondere auch in Ost-Jerusalem – unter diesen Voraussetzungen darf der Schweizer Verteidigungsminister seinen israelischen Amtskollegen nicht mit einem Besuch beehren.   Aus Protest an der geplanten Reise organisieren verschiedene Organisationen, darunter Gerechtigkeit und Frieden in Palästina GFP, Gesellschaft Schweiz-Palästina GSP, Berner Mahnwache für einen gerechten Frieden in Palästina/Israel, cfd - die feministische friedensorganisation, Gruppe für eine Schweiz ohne Armee GSoA, Collectif Urgence Palestine, am 8. Oktober in Bern und in Genf Sondermahnwachen mit Kurzreferaten und Kleinaktionen.   Eine breite Koalition aus über 30 Organisationen der schweizerischen Zivilgesellschaft forderte bereits am 17. September in einem gemeinsamen Aufruf den Bundesrat auf, den Besuch von Bundesrat Ueli Maurer in Israel abzusagen.  Bern, 7. Okt. 2010Vorstand Gesellschaft Schweiz Palästina
22.06.2010 - 15:21
PET-Flaschen-Petition und Online-Aktion "Durst nach Gerechtigkeit"

Der Vorstand der GSP ruft Sie auf, sich an der Aktion von Amnesty zu beteiligen.    Die Blockade Gazas verhindert, dass die im Krieg zerstörte Wasserversorgung in Stand gestellt werden kann. In Cisjordanien verbrauchen die 450'000 jüdischen SiedlerInnen mehr Wasser als die 2,3 Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser. Hauptursache dafür ist die diskriminierende Wasserverteilung durch die israelische Armee.Deshalb lanciert die Schweizer Sektion von Amnesty International nun eine etwas andere Petition: Leere PET-Flaschen sollen die israelischen Behörden auf ihre menschen- und völkerrechtlichen Verpflichtungen erinnern. Parallel dazu läuft – auch von Ende Mai bis Ende September - eine Online-Aktion, welche sich auch an die palästinensische Wasserbehörde und die Schweizer Regierung richtet.Machen Sie mit und streuen Sie die Aktion per Mail und über Facebook und Twitter!Alle Informationen finden Sie auf: www.amnesty.ch/petFür den Vorstand der GSPruedi knutti
21.06.2010 - 08:39
Café Palestine, Sonntag, 27. Juni Zürich
Wir möchten Dich/Euch gerne zur nächsten Veranstaltung des Café Palestine  (im Restaurant Zähringer), Predigerplatz, Zürich einladen: Sonntag, 27. Juni 2010 18:00 Vortrag und Diskussion: Palästina 1982 – 2010  „Widerstand – Frieden, eine Illusion?“ Das Café Palestine ist ein Kooperationsprojekt der Gesellschaft Schweiz-Palästina Zürich und dem Restaurant Zähringer.Aktuelle Informationen jeweils unter www.CafePalestine.ch. Übrigens: ab 12 Uhr gibt es wunderbares palästinensisches Essen, Thé arabe, Café arabe, usw. Nächste Veranstaltungen nach der Sommerpause:Sonntag 26. September 2010, 18:00Jenin, Einblick in die palästinensische Wirklichkeit Café Palestine, GSP-Zürichinfo@cafepalestine.ch 
03.06.2010 - 20:05
This Time They Went Too Far...

Den Angriff untersuchen, die Blockade beenden,das verlangen auch der UN Generalsekretär Ban Ki-moon, der Menschenrechtsrat, und viele mehr.  Diesmal akzeptieren wir keine bloßen Worte von unseren Politikern. Es ist höchste Zeit zum Handeln.Die AVAAZ Petition erreichte 200.000 Unterschriften in weniger als 24 Stunden und wurde das erste Mal übergeben! UND es geht weiter:bis heute Do.3.6. 20 h wurde sie von mehr als 320'000 Menschen aus aller Welt unterzeichnet.>>> noch nicht unterzeichnet?  Wie auch immer: geben Sie diese Adresse weiter:https://secure.avaaz.org/de/gaza_flotilla_3/?fpKommen Sie an die verschiedenen Kundgebungen:Basel:    Fr. 4.6. 17.30-18.30 Mahnwache Barfüsserplatz              Sa. 5.6 13 h Kundgebung ClaraplatzZürich:  Fr. 4. 6. 18 h  Kundgebung  Werdmühleplatz              Sa. 5. 6. 13 h  Kundgebung HelvetiaplatzBern:     Sa. 5.6.  14.30 h Heiliggeistkirche  BDS-Stadtrundgang weitere Informationen:    www.palaestina.ch     www.nahostfrieden.ch
31.05.2010 - 16:01
Völkerrechtswidriger Piratenakt des israelischen Staates
Die Gesellschaft Schweiz-Palästina GSP verurteilt den brutalen Piratenakt der israelischen Armee auf ein Schiff der internationalen Hilfsflotte in internationalen Gewässern vor Gaza. Israel schreckt nicht davor zurück, friedliebende Menschen anzugreifen und zu töten, die der Bevölkerung von Gaza humanitäre Hilfe bringen wollen.
Israel hungert die Bevölkerung des Gazastreifens weiterhin gezielt aus. Dies ist ein humanitäres Verbrechen, was auch der Goldstone-Bericht der UNO klargestellt hat.
Die Gesellschaft Schweiz-Palästina GSP fordert den Bundesrat auf, sich vom israelischen Piratenakt klar zu distanzieren und Israel aufzufordern, die Blockade des Gazastreifens sofort aufzuheben.
Die Gesellschaft Schweiz Palästina GSP ist an der Seite der mutigen Solidaritätsaktivistinnen und –aktivisten der Hilfsflotte.
Folgende kurzfristige Aktivitäten sind vorgesehen:
Basel: Montag, 18 Uhr Claraplatz (Kundgebung)Dienstag 17.30 Barfüsserplatz (Mahnwache)Zürich:Dienstag 16 Uhr, Fernsehstudio SFDRS, Leutschenbachstrasse Bern: Montag, 17.00 Uhr Heiliggeistkirche (Mahnwache, Rundgang mit Schildern)Dienstag, 18.00 Uhr Bundesplatz (Kundgebung)Genf:Montag, 18.30 Uhr  Place des Nations (Kundgebung)
31.05.2010 - 15:47
Völkerrechtswidriger Piratenakt des israelischen Staates
Die Gesellschaft Schweiz-Palästina GSP verurteilt den brutalen Piratenakt der israelischen Armee auf ein Schiff der internationalen Hilfsflotte in internationalen Gewässern vor Gaza. Israel schreckt nicht davor zurück, friedliebende Menschen anzugreifen und zu töten, die der Bevölkerung von Gaza humanitäre Hilfe bringen wollen.
Israel hungert die Bevölkerung des Gazastreifens weiterhin gezielt aus. Dies ist ein humanitäres Verbrechen, was auch der Goldstone-Bericht der UNO klargestellt hat.
Die Gesellschaft Schweiz-Palästina GSP fordert den Bundesrat auf, sich vom israelischen Piratenakt klar zu distanzieren und Israel aufzufordern, die Blockade des Gazastreifens sofort aufzuheben.
Die Gesellschaft Schweiz Palästina GSP ist an der Seite der mutigen Solidaritätsaktivistinnen und –aktivisten der Hilfsflotte.
Kontakt: Daniel Vischer, Präsident GSP, 079 682 43 92
28.05.2010 - 09:12
Boykott, Desinvestition, Sanktionen (BDS) - Gespräch mit Hazem Jamjoum, Bethlehem/Toronto

Freitag, 28. Mai 2010, 17 Uhr, Bäckeranlage, Hohlstrasse 67, Zürich (www.baeckeranlage.ch) - Raum Nr. 3, 2. Stock.Dieses Wochenende ist Hazem Jamjoum, Kommunikationsbeauftragter von Badil (palästinensische NGO mit Schwerpunkt Flüchtlingsrechte), Mitbegründer der Israeli Apartheid Week in Toronto und langjähriger BDS-Aktivist, in der Schweiz. Wir möchten diese Gelegenheit wahrnehmen, ihn kurzfristig zu einem offenen Gespräch über die palästinensische BDS-Bewegung, ihre inhaltlichen Grundlagen, ihre Vernetzung, Schwerpunkte und politische Herausforderungen einzuladen. Das Gespräch findet auf Englisch statt, bei Bedarf kann auch übersetzt werden.Das Gespräch soll auch den Anlass bieten, den Aufbau einer BDS-Arbeitsgruppe in Zürich und Möglichkeiten zur Ausweitung der Kampagne in Zürich und der Schweiz zu diskutieren. Alle an der Kampagne interessierten Personen sind herzlich eingeladen.Videos mit Hazem JamjoumIsraeli Apartheid Week auf Al Jazeerahttp://english.aljazeera.net/programmes/insidestory/2010/03/201033134534575881.htmlRückkehrrechtwww.youtube.com/watch?v=wAIdMWUfxPELinks zur BDS KampagneSchweiz: www.bds-info.chGlobal: www.bdsmovement.netAnfragen und Interessenten bezüglich einer BDS Arbeitsgruppe in Zürich, können gerichtet werden an: Mark Schmid, Email: markschmid@gmx.ch
20.05.2010 - 15:16
André Marty s Blog nominiert für den Grimme Online Award

Unser TV-Mann in Tel Aviv gehört zu den 23 Bloggern, die für den  Grimme Online Award nominiert sind.Wenn Sie möchten, dass es nicht bei der Nominierung bleibt, DANN aufhttp://www.tvspielfilm.de/gewinnspiele/grimme/wahl/die-23-nominierten-websites,4179912,ApplicationCategoryVoting.html?tab=0&contentId=4179563Ihre Stimme abgeben -... und natürlich auch wieder einen Blick in den Blog von André Marty werfen    www.andremarty.comz.B. heute 20. Mai nochmals mit seinem 10vor10 Bericht vom 12. Mai über das nicht so ungefährliche Bloggenin Israels Nachbarland Ägypten.Ruedi KnuttiWebmaster www.palaestina.ch
03.05.2010 - 16:47
Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina - Menschenrechte zuerst!

Wir laden Sie herzlich ein zur Veranstaltung des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina am nächsten Montag, 10. Mai 19.30 bis 22.30 Uhr in der Aula Progr, Waisenhausplatz 30 in Bern Was kann die Zivilgesellschaft zur Durchsetzung des Völkerrechts in Israel/Palästina beitragen? das ist das Thema, der Debatte mit: - Hind Awwad, Koordinatorin BDS-Kampagne, Ramallah - Mitri Raheb, Pfr. Luth. Gemeinde, Mitautor Kairos-Dokument, Bethlehem - Udi Aloni, Filmemacher, Tel Aviv/New York - Basma Fahoum, "Who profits?", The Coalition of Women for Peace, Tel Aviv/Nazareth - Adri Nieuwhof, Konsulentin und Menschenrechtsaktivistin, Niederlande/Genf Moderation: Matthias Hui, Ref. Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Fachstelle OeME Einführung: Franziska Müller, cfd Sprache: Englisch, Deutsche Übersetzung Eintritt: CHF 10.-Im Namen des GSP-VorstandsRuedi Knutti
19.04.2010 - 21:44
Café Palestine – Sonntag 25. April 2010, 18 Uhr

Café Palestine:Ein neuer Treffpunkt in Zürich zu Kultur, Geschichte und aktuellen Informationen aus und über Palästina.Wo?  Restaurant Zähringer, Predigerplatz, ZürichDie Zürcher-Gruppe der GSP lädt am kommenden Sonntagabend alle am Thema Palästina Interessierten ein zum ersten Teil der Geschichte Palästinas.Wir freuen uns ganz besonders auch auf Gäste, die - noch - nicht Mitglied der GSP sind Was gibt's?Palästinensisches Essen und Trinken (bereits ab 12 Uhr) Thema des Abends:Palästina 1893 - 1948„Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land?“www.cafepalestine.ch Jeden letzten Sonntag des Monats 18 Uhr30. Mai, 18:001948 – 1982Legitimierte Vertreibung?16:00 – 17:00: Buchvernissage „Israel in Palästina – Wegweiser zur Lösung“ mit Alfred Rudorf27. Juni,18:001982 – 2010Widerstand – Frieden, eine Illusion?!
23.03.2010 - 15:55
Café Palestine - So.28. März ab 18 h

Café Palestine - So.28. März ab 18 h Liebe Palästina Freunde und Freundinnen Café Palestine: Ein neuer Treffpunkt in Zürich zu Kultur, Geschichte und aktuellen Informationen aus und über Palästina.Wo?  Restaurant Zähringer, Predigerplatz, ZürichDie Zürcher-Gruppe der GSP lädt am kommenden Sonntagabend alle am Thema Palästina Interessierten ein zur Eröffnung des Café Palestine:Wir freuen uns ganz besonders auch auf Gäste, die - noch - nicht Mitglied der GSP sind Was gibt's?Palästinensisches EssenSowie als Thema des Abends: Der GAZA-Krieg (2008/09) - und die Rolle der SchweizInput und Diskussion mit den beiden Nationalräten Daniel Vischer und Geri Müllerwww.cafepalestine.ch Jeden letzten Sonntag des Monats 18 Uhr(ab 12 Uhr palästinensisches Essen)Weitere Daten:25. April1893– 1948Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land?30. Mai1948 – 1982Legitimierte Vertreibung?27. Juni1982 – 2010Widerstand – Frieden, eine Illusion?! verschickt an:
21.01.2010 - 16:23
Gaza - Die Situation ein Jahr nach Israels Angriff / Demo Sa. 23. Jan. Zürich

1) Vortragsreihe mit Dr. Ahmad Abu Tawahina, Direktor Gaza Community Mental Health Program GCMHPNach unsäglich langem Hin-und-her hat Ägypten Dr. Ahmad Abu Tawahina die Ausreise aus dem Gazastreifen doch noch gestattet. 2) Samstag, 23. Jan. 13.30 Zürich, Helvetiaplatz:Demo gegen die Blockade des Gazastreifens>>> siehe Aufruf1) Vortragsreihe mit Dr. Ahmad Abu Tawahina, Die geplanten Veranstaltungen können damit nun doch noch durchgeführt werden:- Basel: Freitag, 22. Jan. . 19.30,  Union, oberer Saal, Klybeckstr. 95- Zürich: Montag, 25. Jan. 19.30, Volkshaus, Stauffacherstrasse 60- Bern: Dienstag, 26. Jan. 19.00,  Le CAP, Predigergasse 3Vortrag englisch / Fragen deutsch und englisch Dr. Ahmad Abu Tawahina, klinischer Psychologe und Direktor des Gaza CommunityMental Health Program GCMHP spricht über die allgemeine politische Lage imGazastreifen, ein Jahr nach dem Krieg, sowie über die psychosozialen Auswirkungendes Angriffs auf die Bevölkerung des Gazastreifens. Die1990 gegründete Nicht-Regierungs-Organisation Gaza Community Mental Health Program GCMHP www.gcmhp.net sensibilisiert die Bevölkerung für die Folgen von Gewaltanwendung und nimmt sich der psychischen Probleme der Menschen im Gazastreifen an. Das GCMHP istpolitisch unabhängig und stark in der palästinensischen Gesellschaft verwurzelt. Esarbeitet mit der DEZA und privaten Schweizer Organisationen zusammen und istinternational mit der WHO, Holland, Dänemark und Schweden vernetzt. im Namen des GSP Vorstandsruedi knutti
11.01.2010 - 17:33
CH-Vortragstournee Ahmad Abu Tawahina 18. - 22. Januar 2010

Aus den - leider noch immer recht spärlichen - Medienberichten über die katastrophale Lage im Gazastreifen können wir erahnen, wie die Situation für die BewohnerInnen dieses gigantischen Freiluftgefängnisses ist.Nächste Woche haben Sie Gelegenheit, aus erster Hand zu hören, wie es wirklich ist. Die GSP hat Dr. Ahmad Abu Tawahina, Direktor des Gaza Community Mental Health Program, zu einer Vortragstournee in die Schweiz eingeladen - nach Zürich, Bern, Ascona, Basel und evt. auch noch Genf:Gaza - Die Situation ein Jahr nach Israels AngriffDr. Ahmad Abu Tawahina spricht über die allgemeine politische Lage im Gazastreifen, ein Jahr nach dem Krieg, sowie über die psychosozialen Auswirkungen des Angriffs auf die Bevölkerung des Gazastreifens.Vortrag englisch, Fragen englisch und deutsch Mo. 18. Jan. 2010,  19.30hZürich, Uni Hauptgebäude, Rämistr. 71 Hörsaal KOL F118Di. 19. Jan. 2010,  19.00h Bern, Kornhausforum, KornhausplatzMi.  20. Jan. 2010,  20.30h Ascona, Monte VeritàFr. 22. Jan. 2010, 19.30hBasel, Union, Oberer Saal, Klybeckstr. 95>>> Flyer zur ganzen Vortragsreihe GCMHP - Gaza Community Mental Health Program Dr. Tawahina ist klinischer Psychologe und geschäftsführender Direktor des GCMHP,  einer 1990 gegründeten Nicht-Regierungs-Organisation. Sie sensibilisiert die Bevöl kerung für die Folgen von Gewaltanwendung und nimmt sich der psychischen Probleme der Menschen im Gazastreifen an.  Das GCMHP ist politisch unabhängig und stark in der palästinensischen Gesellschaft verwurzelt. Es arbeitet mit der DEZA und privaten Schweizer Organisationen zusammen und ist international mit der WHO, Holland, Dänemark und Schweden vernetzt. Für weitere Informationen: >>> www.gcmhp.net
26.12.2009 - 13:27
27. Dez. 2009 - Vor einem Jahr hat Israel den Gazakrieg begonnnen

Ein Jahr nach dem israelischen Massaker im Gazastreifen finden weltweit Gedenkveranstaltungen statt.  Israel und Ägypten werden aufgefordert, endlich die Blockade des Gazastreifens zu beenden, um den 1.5 Millionen Menschen im Gazastreifen nach Jahren wieder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.Aktionen und Veranstaltungen in der Schweiz:40 schweiz. Organisationen und Parteien fordern... ...die sofortige Aufhebung der Blockade und die Umsetzung der Empfehlungen des Goldstone-Berichtes. Dazu gehören insbesondere die Einberufung einer Konferenz aller Unterzeichnerstaaten durch die Schweiz zur Durchsetzung der Genfer Konventionen zum Schutz der Zivilbevölkerung und die Verfolgung der Kriegsverbrechen, die in dem von der Goldstone Kommission untersuchten Zeitraum vor, während und nach der Aggression auf Gaza begangen wurden. Aufruf: http://www.nahostfrieden.ch/pdf/Gemeinsame%20Erklaerung%20Gaza-09-12-22.pdfSo. 27. 12. 09 Nationale Startveranstaltungen:Bern: ab 16.30 erinnern 1'400 Kerzen auf dem Bundesplatz  an die Toten des Gazakriegs.Genf: Place des Nations  >> www.urgencepalestine.ch/Agenda/news.htmlab Mo. 28.12.09 weitere Verannstaltungen in Bern, Basel und Zürich>>> www.gazafreedommarch.chGAZA FREEDOM MARCHMehr als 1'300 Friedensaktivisten sind auf dem Weg in den Gazastreifen. Der für die Zeit vom 27. Dez. bis 2. Jan. geplante Freiheitsmarsch droht allerdings bereits in Kairo blockiert zu werden. Die Teilnehmer hoffen auf den erforderlichen internationalen Druck aus dem Ausland auf die ägpytischen Behörden.>>> Offener Brief an Präsident MubarakWir hoffen mit Ihnen auf ein friedlicheres 2010 !im Namen des Vorstands der GSPRuedi Knuttiruedi.knutti@palaestina.ch
11.12.2009 - 15:40
Eine Jahresmitgliedschaft in der Gesellschaft Schweiz Palästina





Wollen Sie Freunden und Angehörigen die Möglichkeit geben ihrem Ärger über die Entwicklung im Nahen Osten etwas sinnvolles entgegen zu setzen?
Verschenken Sie eine Jahresmitgliedschaft in der Gesellschaft Schweiz Palästina, GSP
Wir versprechen Ihnen und den Beschenkten, nach Kräften mit viel unentgeltlicher Arbeit und einem dichten Netzwerk in der Schweiz und in Israel/Palästina den Preis, den die palästinensische Bevölkerung für die ihre Selbstbestimmung bezahlen muss, so tief zu drücken wie politisch irgend möglich.
Für dieses sinnvolle aber immaterielle Geschenk schreiben Sie uns unter info@palaestina.ch. Wir werden Sie umgehend zu den Modalitäten kontaktieren.
Mit besten Wünschen für Weihnachten und das neue JahrDaniel Vischer, NR Grüne und Präsident GSP
07.12.2009 - 11:25
Palästina Tage Solothurn

mehr dazu:>>> Do. 10. Dez. Die Vertreibung>>> Fr. 11. Dez. Kamilya Jubran>>> Sa. 12. Dez. Das Recht auf Rückkehr>>>>>> ganzes Programm
06.12.2009 - 14:23
zum Jahresende

Mit Recht haben wir vor ein paar Wochen den Fall der Mauer gefeiert. Ein fraglos epochales Ereignis. Das dann auch das 20. Jahrhundert vorzeitig beendete. Millionen von Menschen neue Freiheit brachte, sofort auch demokratische Wahlen. Sie gingen freilich anders aus, als erhofft. Nicht Demokratie wagen mit sozialer Abstützung gewann, sondern die "Chicago Boys" bestimmten fortan jäh die weitere Entwicklung. Die sich mit Ausnahme von Putins Russland in den meisten osteuropäischen Ländern unter welchem Parteischild auch immer  fortsetzt. Sozialer ist die Lage jedenfalls nicht geworden.Der Sozialismus war diskreditiert. Viele sagen, das war eh kein echter. Das Elend der Nostalgie.  Die Eruptionen der Freiheit wiederum  wirkten nicht universal. Schon gar nicht gilt, je mehr Kapitalismus, desto mehr Freiheit und Wohlstand: der zweite Trugschluss des 20. Jahrhunderts. Der Antikapitalismus muss vielmehr neu erfunden werden. Aber tauglich für das 21. Jahrhundert, das nicht mehr das Jahrhunderts des Westens sein wird, in dem sich dessen Wohlstand nicht aufrechterhalten lässt. Aus ökologischen wie aus global sozialen Gründen.Dieser Antikapitalismus bedarf neuer Denkanstrengungen, immer weiter denkend, als man unmittelbar handeln kann. Denn es kann perspektivisch nicht einfach darum gehen, den Kapitalismus etwas humaner oder ethischer zu gestalten. Das verhallt jetzt schon täglich an der Eigendynamik des Systems, derweil sich das Welthungerproblem zuspitzt.Inzwischen entstanden neue Mauern. Rund um das gelobte Abendland. Das sich mit nicht gerade zimperlichen Methoden täglich gegenüber "Eindringlingen aus der Dritten Welt", ganz normalen Immigranten, die auch mal für einige Zeit auf der Arche Noah leben und arbeiten möchten, zu Land und Wasser abschottet. In der DDR etc. durfte man nicht ausreisen, in die Wohlstandsinseln der Welt darf man von ausserhalb der OECD Welt nicht zum Arbeiten und Leben einreisen, es sei denn man sei Manager.Ob die Welt sodann friedlicher geworden ist, ist eine Frage des Standortes. Europa rühmt sich der kriegslosen Jahre.  Nach 1990 wurde indes Jugoslawien zerstört. Niemand kann dabei die Mitwirkung Deutschlands verkennen. Europäische Grossmächte führten erstmals wieder einen Krieg auf europäischem Territorium. Und man erfand den "humanitären Krieg", die neue Kitschformel für den NATO Krieg ohne UNO Ermächtigung, die auch Linke und Grüne einsogen. Inzwischen stehen alle europäischen Grossmächte mit Truppen in Afghanistan im diesmal antiterroristischen Aufklärungskrieg, einige auch im Irak. Oh, friedliches Europa.An der Mauer im heiligen Betlehem schliesslich, die das besetzte Palästina von Israel auf völkerrechtswidrigem Grenzverlauf abschottet, steht gross die gesprayte Inschrift "Ich bin ein Berliner". So setzt eine Mauer die andere fort.Daniel Vischer, NR Grüne, Präsident GSP
17.11.2009 - 11:44
Generalversammlung / Vortrag Abraham Melzer Bern und Zürich

Nicht verpassen:          >>> FLYERSa. 28. Nov. 2009, Bern, Kornhausforum, Kornhausplatz 1816.00 Generalversammlung17.30 Vortrag von Abraham Melzer: Die Identitätspolitik IsraelsMo. 30. Nov. 2009, Zürich, Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 1419.30 Vortrag von Abraham Melzer: Die Identitätspolitik IsraelsZum Vortrag von Abrhaham Melzer:Entsprang das jüdische Volk der Feder jüdischer Historiker des 19. Jhdt., die es im Rückblick konstituierten, um eine künftige Nation zu bilden, oder gab es dieses seit jeher? Ist die Ethnisierung der jüdischen Religionsgemeinschaft nicht eine der Quellen für die Exklusivität des gegenwärtigen israelischen Staates? Der Vortrag von Melzer ist angelehnt an das Buch des israelischen Historikers Shlomo Sand "Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?", das in der hebräischen Originalversion in Israel während mehrerer Monate auf der Bestsellerliste stand und auch in der franz. und engl. Übersetzung grosse Beachtung fand. Melzer arbeitet an der deutschen Übersetzung, die 2010 erscheinen soll.Melzer wird in seinem Vortrag folgende Punkte herausgreifen: Verhältnis von Judentum und Demokratie Israel – ein ethnisch geprägter Staat Ethnokratie im Zeitalter der Globalisierung zur Person:Abraham Melzer ist Verleger und Herausgeber der unabhängigen jüdischen  Zeitschrift SEMIT. Er setzt sich in Wort und  Tat für ein friedfertigesIsrael ein, das die Menschenrechte für alle  wahrt, die in Israel der67er-Grenze wie auch in den palästinensischen  Gebieten leben. Schon vor zwanzig Jahren hat er seine Zeitschrift SEMIT herausgegeben mitder Parole: Die größte Sicherheit für Israel ist ein fairer Frieden mit denPalästinensern.Melzer ist 64 Jahre alt, ist in Israel aufgewachsen und dort zur Armee gegangen.Er lebt jedoch, mit Unterbrechung des Armeediensts, seit 1958 inDeutschland, nennt sich "antizionistischer Israelfan" und plädiert dafür,dass Israel der Staat seiner Bürger wird und nicht der Staat aller Juden.Als ersten Schritt für einen Neuanfang und den Beginn normaler, friedlicherBeziehungen mit den Palästinensern und den Arabern schlägt er dieAbschaffung des Rückkehrergesetzes für Juden nach Israel vor.
13.01.2009 - 14:54
Zwei aktuelle Medienhinweise
Heute Abend, 20:00 - 22:00: "Doppelpunkt" DRS1
Katrin Lötscher - Vorstandmitglied der GSP und ehemalige politische Sekretärin der palästinensischen Generaldelegation in der Schweiz - wird zur aktuellen Lage im Nahen Osten zu hören sein.
Morgen Mittwoch, 14. Januar, "Rundschau" SF1
Mustapha Atrash - Vorstandsmitglied der GSP - wird von der "Rundschau" porträtiert. Wir sind gespannt, was die Rundschau aus 6 Stunden Arbeit anlässlich der nationalen Kundgebung zum Krieg gegen Gaza vom letzten Samstag und Aufnahmen aus dem privaten Bereich von Mustapha destilliert hat.
Mit freundlichen Grüssen
Ron Ganzfried
08.01.2009 - 16:24
Augen auf
Nach dem Beginn der israelischen Offensive gegen Gaza hat das EDA ein Communiqué herausgegeben: Darin macht es Hamas für die israelischen Bombardements verantwortlich und verurteilt die Raketen-Angriffe aus dem Gazastreifen als „unhaltbare Belastung der israelischen Zivilbevölkerung“. Die Bombardierungen in Gaza werden  als „Verteidigungsaktion“ dargestellt - Israel wird bloss vorgeworfen, „unverhältnismässig“ geantwortet zu haben - Das EDA hält es - trotz Tausenden von Toten und Verletzten - nicht für nötig, von einer Belastung der palästinensischen Bevölkerung zu sprechen!
 
Einmal mehr übernehmen die Behörden (ebenso wie die meisten Medien) unkritisch die Märchen der israelischen Propaganda. So wird die öffentliche Meinung getäuscht: Ursache und Wirkung werden verdreht,  der Täter wird zum Opfer, die Politik der Vertreibung der Palästinenser wird zur „Verteidigungspolitik Israels“.
 
1.     Die Israelische Besatzung von Gaza dauert an!Israel hat im 2005 ihre Siedlungen in Gaza abgebaut, doch bleibt Gaza im eisernen Griff der Besatzung: Israel kontrolliert die Grenzen, den Luftraum und  die See-Grenzen, blockiert jede Bewegung von Personen und Waren nach oder ab Gaza. Die Wirtschaft von Gaza wird erstickt und anderthalb Millionen Menschen überleben nur dank der internationalen Hilfe.
2.     Ununterbrochene, völkerrechtswidrige BlockadeSeit 2007 verhindert Israel die Einfuhr von lebensnotwendigen Gütern oder von Energie in Gaza. Der Inhalt des Waffenstillstandes von Juni 2008 war: Es werden ab Gaza keine Raketen auf Israel gefeuert, dafür wird die Bevölkerung von Gaza mit lebensnot-wendigen Gütern versorgt. Israel hat jedoch nie mehr als die Einfuhr von 20 % der notwendigen Güter erlaubt, (maximal 80 Lastwagen täglich - rund 500 wären notwendig) und hat beim geringsten Vorwand die Grenzen für Tage geschlossen. Seit Beginn des Waffenstillstandes starben in Gaza 262 Menschen, weil sie infolge Energie- oder Medikamentmangel nicht behandelt werden konnten. Hier liegt ein klarer Bruch des Waffenstillstandes durch Israel vor! Zudem hat Israel während der angeblichen Waffenruhe immer wieder Palästinenser in Gaza angegriffen und umgebracht!
3.     Blockade von Gaza, verstärkte Besiedlung der Westbank!Parallel zur Besetzung in Gaza wird die schrittweise Ausdehnung der jüdischen Siedlungen in der Westbank fortgesetzt. Auch dort wird das tägliche Leben der Palästinenser immer schwieriger: Durch den Bau der Apartheid–Mauer, die Angriffe der Siedler wie in Hebron, immer mehr  Strassenabsperrungen (gegenwärtig rund 700), Häuserzerstörungen, Verhaftungen, Morde (seit dem Beginn der neuen „Friedens-Gespräche“ in Indianapolis hat Israel 546 Palästinenser getötet, darunter 546 Kinder)! Diese Tatsachen zeigen: Das Ziel von Israel ist nicht der Frieden sondern die Eroberung von Rest-Palästina! Die Welt wird immer wieder mit „Friedensinitiativen“ aus der US-Küche abgespeist. Die Tatsachen zeigen aber, dass Israel nicht an Frieden denkt, sondern immer noch daran ist, das 1948 mit der Vertreibung von 800'000 Palästinensern begonnene Werk der „Nakba“ fortzusetzen.
4.           Zivile Ziele absichtlich und systematisch bombardiert!Die Angriffe, richteten sich weitgehend und wissentlich gegen zivile Ziele. Vor allem die ersten Bombardements am 27.12.08 erfolgten um halb zwölf, genau in der Zeit als viele Leute (inklusive Schüler) unterwegs nach Hause waren und machte hunderte von zivilen Opfern. Auch der Bombenabwurf auf angehenden Polizisten am 27.12. war kein Angriff auf ein militärisches Ziel – und dokumentiert die Absicht, Infrastrukturen zu zerstören und Anarchie im gegnerischen Lager zu schaffen!
5.           Warum schaut der Westen zu?Die USA und die EU wissen ganz genau, wie Israel gegenüber den Palästinensern vorgeht. Da sie aber davon ausgehen, dass der „jüdische Staat“ wichtig für ihre Interessen im Nahen Osten ist, schliessen sie die Augen über die israelische Politik und machen Palästinenser für die Spannungen verantwortlich. Sie sind damit schlecht beraten, denn der Nahe Osten wird ein Unruheherd bleiben, solange es keinen gerechten Frieden und keine gerechte Lösung für Palästina gibt! Das Schicksal der Palästinenser und ihre kriminelle Behandlung durch Israel ist einer der Hauptfaktoren für die Verhärtungen in der islamischen Welt gegenüber dem Westen und gleichzeitig ein Nährboden für extreme Strömungen!
6.           Die Schweiz als Depositär der Genfer Konvention von 1949 muss ihre Pflichten wahrnehmen!Im 2004 hat der Internationale Gerichtshof den Bau der Apartheidmauer auf dem Boden der West Bank verurteilt. Es wäre Aufgabe der Schweiz als Depositär der Genfer Konvention von 1949, Initiativen gegen den fortgesetzten Bau der Mauer zu ergreifen. Die Schweiz muss diesen Verpflichtungen endlich nachgekommen!Auch die Blockade gegen Gaza widerspricht eklatant dem Genfer Abkommen. Auch hier muss die Schweiz aktiv werden!Die Angriffe gegen zivile Ziele in Gaza muss als klare Verletzung von Art 58 des Zusatzprotokolls von 1977 über den Schutz der Zivilbevölkerung und von Zivilobjekten erkannt und denunziert werden!Der Bundesrat und insbesondere das EDA müssen die Verpflichtungen der Schweiz wahrnehmen und den Mut haben, die Verletzungen der Menschenrechte und internationaler Konventionen durch Israel zu denunzieren, anstatt die Verbrechen Israels zu schützen!Die Schweiz darf sich der Grossmachtpolitik der USA und der EU im Nahen Osten nicht anschliessen!Der Bundesrat muss sich verpflichten, künftig auf militärische Aufträge an Israel zu verzichten!Die Politik des Bundesrates muss darauf zielen, eine Konfrontation zwischen westlicher und arabischer–islamischer Welt zu vermeiden und stattdessen einen Dialog der Kulturen zu fördern!
 
07.01.2009 - 17:52
HINWEIS GSP: THEATERSTÜCK & DISKUSSION
 
Eine Veranstaltung der Theatergruppe IN SITU CHUR
und der Gesellschaft Schweiz-Palästina 
 "DIE VERTREIBUNG" Replay Palestine  Lesung und Gesprächsrunde zur Vertreibung der Palästinenser1948 bis heute  Freitag, 16. Januar 200919.30 Uhr Imprimerie BaselSt. Johanns-Vorstadt 19/21  19.30 UhrSzenische Lektüre aus dem Dokumentartheater"Die Vertreibung" von Roland Merk Mit Michael Buseke, Rainer Buseke und Dominique Lüdi 21.00 UhrGesprächsrunde mitProf. Georg Kreis, Historiker und Präsident der Eidg. Kommission gegen RassismusDaniel Vischer, Nationalrat Grüne ParteiKarin Wenger, Journalistin, Autorin von "Checkpoint Huwara" (NZZ 2008) Moderation: Kathrin Lötscher  Im Stück "Die Vertreibung" erzählen vier Palästinenser, allesamt Vertriebene von 1948, ihre persönliche Geschichte der Nakba (arabisch für Katastrophe), als sie kurz vor oder unmittelbar nach der Gründung des Staates Israel 1948 aus ihrer Heimat, von ihrem Land und aus ihren Häusern vertrieben wurden. Die hier versammelten Augenzeugenberichte erscheinen zum ersten Mal in deutscher Sprache. Im Spielgel der gewaltsamen Eroberungen von Deir Yassin und Tantura und der Säuberung der Stadt Haifa von ihrer palästinensischen Bevölkerung, soll die Vertreibung von rund 750'000 Palästinensern im Zuge der Staatsgründung Israels im Jahre 1948 nachgezeichnet werden. Die Augenzeugenberichte wurden von renommierten Historikern in Gesprächen mit Zeitzeugen in den Flüchtlingslagern gesammelt. In die Montage fliessen aber auch Berichte des IKRK und von Human Rights Watch, Zeitungsberichte, Kommentare von Historikern und Zitate aus historischen Dokumenten ein. Die andauernde Vertreibung der Palästinenser bis in die jüngste Zeit hinein wird durch den schonungslosen Bericht des Soldaten Moshe Nissim nachgezeichnet, der in einem Interview mit der israelischen Zeitung Yediot Aharonot ein erschütterndes Zeugnis von der "Banalität des Bösen" (Hannah Arendt) ablegt. Nissim, Lenker eines 60 Tonnen schweren Bulldozers, erzählt uns, wie er während drei Tagen, ausgerüstet mit Zigaretten und Whisky, schlaflos seine "Arbeit" als Soldat verrichtet, die komplette Zerstörung eines Teils des Flüchtlingslagers Jenin im Jahre 2002.Dauer ca. 75 Min.
07.01.2009 - 12:15
Filmhinweis: Salt of this Sea
 
Filmhinweis
Ein packendes Roadmovie durch eine Region, die einst Palästina hiess, und ein Beleg, wie aktuell die Auswirkungen der Nakba von 1948 sind!
Der palästinensische Spielfilm Salt of this Sea gelangt am 7.1. in Baden-Wettingen (Kino Orient), am 15. Januar in Zürich (Nord-Süd) und am 22. Januar in Bern (Movie) und Basel (kult.kino atelier) ins Kino und ist später in weiteren Schweizer Städten zu entdecken.
Die Filmemacherin Annemarie Jacir ist zu folgenden Vorpremieren anwesend:
7. Januar 2009, 12h15 im Lunchkino Le Paris in Zürich7. Januar 2009, 20h30 im Kino Orient in Baden-Wettingen8. Januar 2009, 20h00, im CineMovie, Bern
Im für die Oscars 2009 vornominierten Spielfilm Salt of this Sea reist Soraya, eine 28-jährige Frau aus Brooklyn, USA, zum ersten Mal in die Heimat ihrer Grosseltern, nach Palästina, um Orte kennenzulernen, die ihre Vorfahren verlassen mussten. Von Jaffa aus begibt sie sich mit dem hier geborenen Emad auf eine Reise durch die wunderbaren Landschaften des Gelobten Landes. Salt of this Sea ist ein Roadmovie, das die Suche nach den verlorenen Wurzeln beschreibt und nach dem, was man mit Heimat bezeichnet. Die Palästinenserin Annemarie Jacir betrachtet die Situation in Form einer sich anbahnenden Liebesgeschichte, über die sie das Innere von Geschichte betrachten kann und die Befindlichkeit von Menschen in einem von ihnen nicht geschaffenen Kontext. Ihr Film ist atmosphärisch dicht und berührend. Was uns seit Jahrzehnten über oberflächliche Schlagzeilen begleitet, wird hier vom Menschlichen her fassbar. Wo der Welt längst die Worte fehlen, hat Annemare Jacir Bilder gefunden.
Zusätzliche Infos und Bilder gibt es auf www.trigon-film.org
Sekretariat:Gesellschaft Schweiz-PalästinaAssociation Suisse-PalestineAssociazione Svizzera-Palestina
INFO@PALAESTINA.CHWWW.PALAESTINA.CHPostkonto: 10 - 4334 - 2Postfach - CP 62453001 Bern
 
07.01.2009 - 11:17
Nat. Demonstration für Gaza, Bern 10.1.09
 
NATIONALE DEMONSTRATION
GAZA: STOPP DER MILITÄRISCHEN AGGRESSION - FÜR DIE AUFHEBUNG DER BLOCKADE
Die Demonstration am Samstag, den 10.1.2009, beginnt um 14.30 Uhr! Treffpunkt: Schützenmatte Bern (http://map.search.ch/bern/schuetzenmattstr.)
Bitte kommt alle an die Demonstration, leitet das Mail an Freunde und Bekannte weiter.
Alle weiteren Angabeu auf www.nahostfrieden.ch/veranstaltungen
Aktuelle Berichte ausserhalb der CH-Tagespresse finden Sie u.a. auf:
www.arendt-art.de/deutsch/palestina/  (deutsch)
http://groups.google.com/group/newprofile?hl=en
www.freegaza.org
Gesellschaft Schweiz-PalästinaAssociation Suisse-PalestineAssociazione Svizzera-Palestina
INFO@PALAESTINA.CHWWW.PALAESTINA.CHPostkonto: 10 - 4334 - 2Postfach - CP 62453001 Bern
 
29.08.2008 - 18:36
Veranstaltungshinweis GSP, 23.9. - 25.9.08, Bern
 
Replay Palestine
1948 – 2008
 
„Es war einmal in Palästina...“
 
Ausstellung zur Nakba & Vertreibung der Palästinenser
Lesung von Augenzeugenberichten
Filme
 
 Eine Veranstaltung der Gesellschaft Schweiz-Palästina
im Zelt
 auf dem Münsterplatz in Bern
 vom 23. September – 25. September 2008
 jeweils von 10 – 22 Uhr
 
 
Bern, den 24. August 2008
 
Wir laden Sie ein ins Zelt auf dem Münsterplatz in Bern zu Tee, Lektüre, Gedankenaustausch mit Parlamentariern, Filmen und einer Ausstellung. Wie Nomaden nehmen wir für drei Tage vor dem Münster Platz und möchten mit dieser Aktion auf das 60 Jahre dauernde Los der Palästinenser aufmerksam machen.
 
Wir zeigen die Ausstellung „Die Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“. In 13 Ausstellungsflächen vertieft sie die Problematik des Nahostkonfliktes und stellt die Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung seit 1948 durch die zionistische Siedlungspolitik in den Mittelpunkt.
 
Mit einer Textmontage von historischen Augenzeugenberichten unter dem Titel „Die Vertreibung“ zeichnen wir die Geschichte der Vertreibung aus der Perspektive der Betroffenen nach. So kommen die Opfer und Augenzeugen der Massaker in Deir Yassin und Tantura und des Falls von Haïfa während des Krieges 1948 zu Wort. Der Bericht eines israelischen Soldaten, der 2002 als Lenker eines 60 Tonnen schweren Bulldozers einen grossen Teil von Jenin zerstörte, setzt die Perspektive der Vertreibung bis in unsere Tage fort.
 
Zwei Dokumentarfilme zu 1948 und zu der heutigen Siedlungsproblematik sowie das vierstündige filmische Nationalepos „La Porte du Soleil“ von Yousry Nasrallah runden unsere Tage im Zelt ab.  
 
Dienstag, 23. September 2008:
 
12:00 – 18:00: Ausstellung „Die Nakba, Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“.

18:15 – 19:15 Lesung „Die Vertreibung“, (60 min.)

19:15 – 21:00 Apero und Diskussion mit ParlamentarierInnen: Daniel Vischer (G), Andrea Hämmerle (SP), Jacqueline Fehr (SP), Carlo Sommaruga (SP), Franco Cavalli (SP), Geri Müller (G)  u.a.

Ab 21:00 Ev. Film nach Diskussion
 
Mittwoch, 24. September 2008
 
10:00 – 12:20 Film „Porte du soleil“, Teil 1: Le Départ
12:30 – 20:00 Ausstellung (ev. Filmprojektion)
20:00 – 21.45 Lesung „Die Vertreibung“ (75 min.), anschl. Diskussion
 
Donnerstag, 25. September 2008
 
10:00 – 12:20 Film „Porte du soleil“, Teil 2: Le Retour
12:30 – 19:30 Ausstellung (ev. Filmprojektion)
19:30 – 21:15 Lesung „Die Vertreibung“ (75 min.), anschliessend Diskussion
 
Das Stück DIE VERTREIBUNG ist eine Montage von Augenzeugenberichten von Opfern und Zeitzeugen aus der Zeit von 1948 bis heute. In vier Fragmenten erzählen die Protagonisten, allesamt Zeitzeugen von 1948, ihr persönliches Erlebnis der Nakba (arabisch für Katastrophe), als sie kurz vor oder nach der Gründung des Staates Israel 1948 aus ihrer Heimat, von ihrem Land und aus ihren Häusern vertrieben wurden. Die hier versammelten Augenzeugenberichte erscheinen zum ersten Mal in deutscher Sprache. Im Spiegel der Massaker von Deir Yassin und Tantura und der Vertreibung der Palästinser aus Haïfä soll der Exodus von rund 750'000 Palästinensern im Zuge der Staatsgründung Israels im Jahre 1948 beleuchtet werden. Die Augenzeugenberichte wurden von Historikern in Gesprächen mit Zeitzeugen in den Flüchtlingslagern gesammelt und erschienen zum ersten Mal in der Zeitschrift Revue d’Etudes Palestiniennes, die die freundliche Genehmigung zur Verwendung gab. In die Montage fliessen aber auch Berichte des IKRK und Human Rights Watch, Zeitungsberichte, Kommentare von Historikern und Zitate aus historischen Dokumenten ein. Die fortdauernde Vertreibung der Palästinenser bis in die jüngste Zeit wird durch den schonungslosen Bericht des Soldaten Moshe Nissim nachgezeichnet, der in einem Interview mit der israelischen Zeitung Yediot Aharonot ein erschütterndes Zeugnis von der „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) ablegt. Nissim, Lenker eines 60 Tonnen schweren Bulldozers erzählt uns, wie er während drei Tagen, augerüstet mit Zigaretten und Whisky, schlaflos seine „Arbeit“ als Soldat verrichtete, die komplette Zerstörung eines Teils des Flüchtlingslagers Jenin im Jahre 2002 .
 
Dauer ca. 75 Min. Vorgetragen von 3 Schauspielern.
 
Weiterführende Infos und Aktualisierung des Programms unter:
www.palaestina.ch und www.nahostfrieden.ch
29.08.2008 - 18:04
03.06.2008 - 17:44
Newsletter GSP - Mai 2008
Gesellschaft Schweiz-Palästina
Association Suisse-Palestine
Associazione Svizzera-Palestina
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Postkonto: 10 - 4334 - 2
Postfach - CP 6245
3001 Bern




Schweizer Parlamentarier reisten nach Palästina

 
60 Jahre Israel ist 60 Jahre Nakba –
oder „Ich bin ein Berliner“
 
Daniel Vischer, Nationalrat, Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina
 
Vom 9. bis 16. Mai 2008 Mai besuchte eine parlamentarische Reisegruppe Palästina. Sie bestand aus Ex-Nationalrat Franco Cavalli, den NationalrätInnen Jacqueline Fehr und  Andrea Hämmerle, Ständerat Filippo Lombardi, der Rechtsprofessorin Andrea Büchler, dem Geschichtsprofessor und Präsidenten der Antirassismuskommission Georg Kreis, der Islamwissenschaftlerin Kathrin Lötscher, welche die Reise koordinierte, und dem Unterzeichneten.
 
Die Reise führte von Amman über die Allenby Bridge nach Ostjerusalem, wo sich die Delegation niederliess. Die Mehrheit der Delegation hielt sich einen Tag im Gazastreifen auf, besucht wurden sodann die Städte der Westbank Ramallah, Bethlehem, Hebron, Qalqiliya und Jericho. Begegnungen fanden statt mit Institutionen, die von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt werden, mit Institutionen der UNO, dem IKRK sowie mit Vertretern der Fatah, der PFLP (der Organisation des kürzlich verstorbenen Georges Habash) und der Hamas. Hingegen kam ein vorgesehenes Treffen mit Mustafa Barghouti und seiner Organisation aus Termingründen nicht zustande.    
Die Informationsreise war in dem Sinne privat, als unsere Gruppe in niemandes Auftrag und ohne  Mandat Ostjerusalem, den Gazastreifen sowie die Westbank besuchte. Selbstredend war  es eine politische Reise, eine Reise von politisch engagierten ParlamentarierInnen und WissenschaftlerInnen. Und es war eine Reise in das Zentrum der drei grossen monotheistischen Religionen und die Gegend der Geburt des Christentums. Gibt es einen Ort auf der Welt, wo alle seit dem Konzil von Nicäa gebildeten christlichen Kirchen in derart grosser Zahl anwesend sind?
 
Richtschnur Völkerrecht
War das genaue Reisedatum zwar zufällig gewählt – es gibt nichts schwierigeres als ein Zeitfenster für ParlamentarierInnen zu finden -, wurde indes die zeitliche Koinzidenz mit Israels 60 Jahr-Feierlichkeiten am Ende durchaus sinnbildend. Es entstand dadurch ein markanter Gegenakzent gegen den Mainstream der unkritischen Huldigung gegenüber Israel. Dies eröffnete uns die Möglichkeit, unsererseits über unsere Eindrücke, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen über das tägliche Leben der Palästinenser, ihre humanitäre Situation und die Einhaltung der Menschenrechte zu berichten. Wenn dies als einseitig angesehen wird, so war und ist diese Einseitigkeit gewollt.
Während Georges Bush als Stargast der 60 Jahr-Feierlichkeiten in der Knesset sprach und dabei der palästinensischen Sache ganze zwei Zeilen widmete, Bush nota bene, der sich als grosser Friedensvermittler sieht, liessen wir uns vom Office der UNO in Jerusalem für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA), über die täglichen Menschen- und Völkerrechtsverletzungen des israelischen Staates in Ostjerusalem und in der Westbank informieren. War dieses zeitliche Zusammentreffen rein zufällig, war es bezüglich des gewählten Themas keineswegs. Denn in unserer Gruppe schälte sich alsbald ein Grundkonsens heraus, dass die Einhaltung des Völkerrechts, der UNO-Beschlüsse wie der Menschenrechte die Richtschnur unserer Beurteilung der Situation bildet. Und sie fiel alsbald klar aus.
 
Vertreibung geleugnet
Für die Palästinenser sind 60 Jahre Israel 60 Jahre Nakba. Demgegenüber hat für Israel, das zeigt der offizielle Diskurs in Israel, die Staatsgründung 1948 nichts mit der Vertreibung von Hunderttausenden von Palästinensern zu tun. Schätzungsweise waren es 800‘000. Dieses fehlende Unrechtsbewusstsein prägte die 60 Jahr Feierlichkeiten deutlich, es  prägt auch die Geschichte Israels. Diese Ignoranz wiederum nährt bei der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten ein schier unumstössliches Misstrauen gegenüber dem Staat Israel, dessen Repräsentanten ja selbst immer wieder bekunden, eine Zweistaatenlösung und damit Frieden anstreben zu wollen. Erstaunlich ist, dass sich kaum ein internationaler Politiker getraut – Jimmy Carter und Helmut Schmidt sind inzwischen positive Ausnahmen -,  die Tatsache der Vertreibung auch nur zu benennen, die nicht zuletzt durch neuere Studien israelischer Historiker bis ins letzte Detail belegt ist. Eine Massenvertreibung, die nicht als Reaktion auf Kriegshandlungen arabischer Armeen 1947/48 legitimiert werden kann, sondern viel früher geplant war. Der israelische Historiker Ilan Pappe spricht explizit von geplanter ethnischer Säuberung. Noch 1971 sagte Golda Meir, eine palästinensisches Volk gäbe es gar nicht, Israel sei auf einem Land ohne Volk für ein Volk ohne Land gegründet worden, was als Dokument im Film „München“ festgehalten bleibt. Man könnte das als Vertreibungsleugnung bezeichnen.
Der Nakba war eine Fotoausstellung im Kulturhaus in Ramallah gewidmet, deren Eröffnung wir miterlebten. Sie müsste in allen westlichen Parlamenten ausgestellt sein! Denn das Nicht- Benennen-Wollen des historischen Unrechts am palästinensischen Volk hat viel mit Unwissen, aber  noch mehr mit Nicht-Wissen-Wollen zu tun. Im Kulturhaus befindet sich auch das Arbeitszimmer von Mahmud Darwish, des grossen palästinensischen Dichters. Er ist für den palästinensischen Widerstand, was René Char für die französische Résistance war. In seinen Gedichten ertönt die Stimme des Volkes wie bei Majakowski, Neruda oder Nazim Hikmet. Darwish ist nobelpreiswürdig, ein Nobelpreis für Darwish brächte die längst fällige Anerkennung eines palästinensischen Weltdichters und damit der Palästinenser als Kulturvolk.
 
Rückkehrrecht
Das Gedenken an die Nakba, bei uns nach wie vor weitgehend verdrängt und nicht präsent, bildet höchste Aktualität: Das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge, darüber informierten uns alle unsere palästinensischen Gesprächspartner, seien es  Menschenrechtsorganisationen, Parteien, wirtschaftlichen NGOs oder NGOS für die Rechte der Frauen, stellt für die grosse Mehrheit der palästinensischen Bevölkerung eine der drei Schlüsselfragen für einen Friedensvertrag mit Israel dar. Es wird mit falschen Karten gespielt, wenn von israelischer Seite immer wieder moniert wird, Millionen würden dann ihr Land überschwemmen. Schätzungen gehen hingegen von wenigen Zehntausend aus: die Mehrheit derjenigen, die überhaupt zurückkehren werden, wird bestimmt den palästinensischen Staat dem israelischen vorziehen. Eine Regelung des Rückkehrrechtes, das auf einem völkerrechtlich garantierten Individualrecht beruht, verbindet sich notwendig mit einer Anerkennung des geschehenen Unrechts der Massenvertreibung. Genau das will Israel verhindern: einen Frieden der Tapferen, - wie ihn weiland De Gaulle mit der algerischen Befreiungsarmee 1962 in Evian besiegelte -, der auf gegenseitige nachhaltigen Respekt angelegt ist. Israel will eine Zweistaatenlösung einzig, um wegen der demographischen Entwicklung, welche die jüdische Mehrheit gefährden könnte, vorbeugend das palästinensische Problem von sich zu stossen und punkto Siedlungen zu retten, was zu retten ist. Zu viele träumen heute noch von Grossisrael.
 
Realistischer Frieden
Nur: diesen Frieden, wie ihn sich die Israelis wünschen und die Amerikaner mit den Westeuropäern Gewehr bei Fuss im Rücken anstreben, wird es nie geben. Dieses Fazit ist nach vielen Gesprächen mit Palästinenserinnen und Palästinensern unterschiedlichsten politischen Couleurs und verschiedenster Ebenen  eindeutig. Denn es besteht ein erstaunlich einhelliger, alle politischen Kontraste und Feindschaften übergreifender Konsens, welche Eckpunkte für eine Zweistaatenlösung nicht unterschreitbar sind: vollständiger Rückzug Israels hinter die Grenzen vor Juni 1967, Ostjerusalem als Hauptstadt des neues palästinensischen Staates, Regelung des Rückkehrrechtes.
Derzeit ist ein Einschwenken Israels bei keinem der drei Punkte erkennbar. Ebenso wenig macht es den Anschein, die Amerikaner strebten einen Frieden auch nur annähernd auf dieser Basis an. Sie scheinen immer noch von der Möglichkeit eines Separatfriedens mit Präsident Abbas zu träumen, der bezüglich Staatsgrenzen in etwa der Grenze der Mauer entspricht, das Rückkehrrecht negiert und bestenfalls eine langjährige Sonderregelung für Ostjerusalem ins Auge fasst. Präsident Abbas gilt inzwischen weitherum als Mann der USA. Ein Gespräch mit Farak Husseini, dem Generalsekretär von Präsident Abbas, machte aber auch deutlich, dass die Fatah nicht hinter die genannten palästinensischen Eckpfeiler zurückgehen kann und will. Natürlich schliesse dies Retouchen hier oder dort nicht aus. Aber die israelische Meinung, die Mehrheit der Siedlungen in der Westbank und namentlich um Ostjerusalem erhalten zu können, ist pure Illusion. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Mehrheit der Gesprächspartner nicht an einen Friedensvertrag in absehbarer Zeit glaubt. Im Gegenteil war oft deutlich vernehmbar, die Zweistaatenlösung erweise sich als immer unrealistischer, der Oslo Prozess – den Edward Said schon 1993 als verheerend taxierte - sei am Ende, eine föderalistische Einstaatenlösung bleibe vielleicht der einzig gangbare Ausweg. Dies aber werden die Israelis, wie es heute ausschaut, noch weniger akzeptieren. Denn ihr Hauptargument für die Zweistaatenlösung gründet auf der demographischen Entwicklung. Israel wird jede Lösung verhindern, welche die jüdische Mehrheit des israelischen Staates irgendwann einmal in Frage stellen könnte. Durchaus Angst macht einigen palästinensischen Gesprächspartnern aber auch einer in Israel offenbar ins Auge gefassten Strategie, der Gazastreifen könnte nach einer Öffnung Rafahs Ägypten zufallen, derweil die noch verbliebenen palästinensischen Gebiete der Westbank ins jordanische Königsreich eingegliedert würden.
 
Damals Arafat, heute Hamas
Als ich vor vier Jahren in ähnlicher Konstellation Palästina besuchte, wurde uns anlässlich eines Gesprächs im israelischen Aussenministerium bedeutet, der Friede sei sofort möglich, einzig die Existenz von Präsident Arafat hindere eine Lösung. Wir waren damals eine der letzten Delegationen, die eine Audienz bei Arafat hatte, er verstarb wenig später.
Inzwischen haben Präsidenten- und Parlamentswahlen stattgefunden. Sie entsprachen im Falle der Wahl von Präsident Abbas der Option Israels und des Westens. Hingegen wurde der Ausgang der Parlamentswahlen vom Januar 2006, die nach einhelliger Meinung der Wahlbeobachter fair waren, aufgrund des Sieges der Hamas nicht anerkannt. Die demokratische Wahl wurde mit einem Boykott weiterer Finanzmittel nicht nur durch Israel, sondern auch der USA und der EU beantwortet. Dieser Boykott wurde auch aufrecht erhalten, als es im März 2007 zur Bildung der palästinensischen Einheitsregierung kam, die freilich nur kurz im Amt war und mit den Ereignissen im Gazastreifen vom Juni 2007 auseinanderfiel.
Unabhängige Gesprächspartner von UNO-Organisationen oder palästinensischen NGOs relativierten die gängige Meinung bezüglich des Hamas Putsches, wonach es sich um reine islamistische Machtpolitik handle. Sie liessen durchblicken, die Hamas sei mit ihrem brüsken Vorgehen einem Putsch gegen sie, gemeinsam geplant und initiiert von Teilen der Fatah zusammen mit CIA und Mossad - die Schlüsselfigur sei Dahlan gewesen - zuvor gekommen. Geklärt ist diese Frage nicht, eine gewisse Logik zeichnet diese Version als Option Israels und der USA im Einklang mit Teilen der Fatah aus.
 
Gaza: das Gefängnis von innen und vom Eingangstor aus betrachtet
Leider war es mir und Kathrin Lötscher nicht vergönnt, in den Gazastreifen mit der Delegation am 11.Mai einzureisen. Für uns war es offenkundig eine israelische Schikane. Schlecht war es freilich nicht, fünf Stunden im einzigen Einfallstor zum Gazastreifen zu verweilen, im Wissen darum, es führt nur ein Weg in den und aus dem Gazastreifen. Wir erlebten die Lebensrealität aus der Sicht des Gefängniseingangstors. Der Checkpoint Eretz, nicht mehr erkennbar im Vergleich zu vor vier Jahren, präsentiert sich heute als eine Mischung zwischen einem modernen Flughafenterminal und dem Eingangstor zu einem modernen Hochsicherheitstrakt - allerdings menschenleer. Während  fünf Stunden  passierten nur wenige Angehörige internationaler Organisationen, die als letzte humanitäre Hilfe leisten, die Grenze. Heraus aus dem Gazastreifen kamen drei ältere Frauen, krank aussehend, sie gehörten zu den ganz wenigen, die wohl zur medizinischen Behandlung ausreisen durften. Schliesslich passierten zwei Krankenwagen die Grenze, die mindestens eine Stunde vor der Weiterfahrt aufgehalten wurden. Die moderne Wartehalle, deren Boden ständig von zwei Palästinensern geputzt werden musste, glich einer Beckett’schen Endspielsituation. Die Innensicht  wiederspiegelte die Aussensicht: Gaza ist abgeriegelt, es herrscht Not, es fehlt an Strom, Benzin, Nahrungsmitteln, Wasser und dem Nötigen für die medizinische Grundversorgung. Dies ist einzig Folge des Boykotts, Folge der israelischen und westlichen Aushungerspolitik. Ex-US-Präsident Carter hat die Zustände im Tages Anzeiger vom 15.5.2008 noch krasser beschrieben: Er klagt ein Verbrechen gegen die Menschenrechte an. Auch ihm wurde übrigens zeitweilig die Einreise verweigert. Kaum aus bürokratischen Gründen, wie sich die israelischen Behörden jeweils auszudrücken pflegen.
 
Die Anerkennungsfrage
Als Begründung für die menschenverachtende Isolation des Gazastreifens wird von Seiten Israels und des Westens immer wieder angeführt, die Hamas anerkenne die Existenz Israels nicht an. Richtig ist: die Hamas hat den Oslo Prozess stets kritisiert, was heute übrigens auch ein gewichtiger Teil der Fatah-Leute tun. Sie hat entsprechend die Grenzen Israels von 1948 nie formal akzeptiert. De facto hat aber die Hamas, zuletzt anlässlich des jüngsten Carter Besuches, wiederholt klar gestellt, einer Friedensregelung, welche auf den Grenzen der grünen Linie, die Grenzen vor Juni 1967, und auf den übrigen vorgenannten palästinensischen Kernforderungen basiert, nicht entgegen zu stehen, was eine indirekte De facto-Anerkennung Israels in diesen Grenzen bedeutet. Das Wissen sowohl Israel als auch die involvierten westlichen Staaten, aber sie wollen es nicht wissen.
Eine eingehendere Analyse könnte  in diesem Zusammenhang durchaus erhellen, dass Israel seine militärischen Aktionen und seine gezielten Tötungsaktionen gegen die Hamas und deren Leader immer just in dem Moment forciert, wo sich Hamas Führer einer gemässigteren Linie annähern.  Die Ermordung Scheich Jassins im März 2004 ist ein deutlicher Beleg hierfür. Helga Baumgarten hat in ihrem hervorragenden Buch über die Hamas aber auch aufgezeigt, dass höchste israelische Stellen, nicht zuletzt der heutige Staatspräsident Peres vor seinem neuen Amt immer wieder mit der Hamas in Verhandlungen stand. Ganz abgesehen davon, dass die Hamas von Israel gezielt gegen die laizistische und nationalrevolutionäre PLO in den achtziger und frühen neunziger Jahren unterstützt worden war.
Alle wesentlichen palästinensischen Kräfte nehmen bezüglich der palästinensischen Kernforderungen, also auch der Staatsgrenzen, eine gleiche Position ein. Dabei wird immer wieder übersehen, dass die Palästinenser mit der Anerkennung der 242er Grenze auf mehr als Zweidrittel Palästinas verzichten.
Auf der andern Seite ist es Israel, das die Grenzen der UNO Resolution 242, die den sofortigen Rückzug aus allen im Juni 1967 besetzten Gebieten verlangt, nicht anerkennt und damit illegal besiedeltes Okkupationsland für sich reklamiert. Israel als Besatzungsmacht erklärt somit die Staatsgrenzen als verhandelbar. Es verlangt von anderen die Anerkennung von Staatsgrenzen, die es selbst gar nicht als solche anerkennt. Diese Absurdität, die jeden Friedensprozess zwangsläufig in Frage stellt und eine humanitäre Tragödie fortsetzt, bleibt nur bestehen, weil die USA, aber auch die EU diese blind decken.  
 
Fatah und Hamas
Verschiedene Gespräche machten deutlich, wie sehr  Hamas und Fatah auseinander liegen. Dabei erscheint die Ablehnung der Hamas durch die Fatah-Führung eher grösser als umgekehrt. Aus dem PLO- und Fatah-Milieu stammende Frauen haben zudem  Angst vor einer weiteren Klerikalisierung der Gesellschaft. Weitherum sind viele besorgt, das langjährige Markenzeichen des palästinensischen Widerstandes, wie ihn die PLO geprägt hat, der laizistische, moderne und progressiven Charakter Palästinas, werde unterhöhlt. Natürlich machte dies auch für uns den palästinensischen Widerstand attraktiv, gerade als Kontrast zur Umgebung vieler arabischer Staaten. Abgesehen vom hohen Niveau des palästinensischen Diskurses, der bei Edward Said seinen hervorstechendsten Niederschlag fand.
Zwei Punkte möchte ich aber hervorheben:
- Es ist nicht an uns, westlichen Politikern oder Intellektuellen, zu entscheiden, wer die Palästinenser repräsentiert und führt. Es ist Sache der Palästinenser selbst, in Wahlen ihre Auswahl zu treffen und wir haben deren Ausgang zu respektieren. Es gehörte zur guten Tradition der Schweiz, entsprechend gehandelt zu haben.
- Es macht den Anschein, als unterschätze die Fatah Führung die weiterhin vorhandene und in der Westbank vielleicht sogar wachsende Anhängerschaft der Hamas. Eine junge intellektuelle Frau ohne Kopftuch, eher laizistisch eingestellt, sagte mir anlässlich ihrer Führung durch die Altstadt von Ostjerusalem, heute stünden zwei Wege zur Wahl: jener der Kooperation und der Verhandlungen, die zu nichts führten, damit meinte sie die Fatah, und derjenige des Widerstandes, und damit meinte sie die Hamas. Sie entscheide sich heute für den zweiten Weg. Ob diese Alternative tatsächlich so steht, ist nicht  entscheidend, viel entscheidender scheint mir zu sein, dass darin eine Grundstimmung zum Ausdruck kommt. Die Fatah gilt als bürokratisch und korrupt. Das enge Zusammengehen von Präsident Abbas mit den USA nützt überdies, so sieht es von weitem aus, eher der Hamas denn der Fatah. Und insgeheim muss man sich sogar fragen, ob es nicht massgebliche Kräfte gibt, die genau dies wollen, um die Isolierung des palästinensischen Volkes mit vermeintlich grösserer Legitimität forcieren zu können. Heute weiss aber jede Person, die es wissen muss, dass ein Frieden gegen die Hamas chancenlos ist. 
 
Das Siedlungsunwesen
Obschon Oslo den Bau weiterer Siedlungen explizit  verbietet, hat Israel die Zahl der Siedlungen inzwischen verdoppelt. Selbst die USA mahnen den Stopp des Siedlungsbaus heute an, ohne dabei freilich mit – etwa mit wirksamen finanziellen – Konsequenzen zu drohen. Der ungehemmte Siedlungsbau bildet denn auch den Hauptgrund für das Scheitern Oslos und der Wirkungslosigkeit der Road Map. Er verstärkt die zunehmende unmenschlichen Erschwernisse des täglichen Lebens der Menschen in der Westbank und vor allem im Gürtel um Ostjerusalem. Gerade hier wird der Siedlungsbau derzeit forciert. Gegenüber vor vier Jahren ist die Gegend um Ostjerusalem nicht mehr zu erkennen. Hauptursache hierfür bildet nebst den neuen Siedlungen vornehmlich die Mauer, die Israel vollends zum Apartheidstaat macht. Dass die Mauer völkerrechtswidrig ist, weil sie nicht entlang der grünen Linie verläuft, ist inzwischen international höchstrichterlich verbürgt. Ihre Absicht ist eklatant: Sie soll die neue Grenzlinie markieren! 
 
„Ich bin ein Berliner“
Bei Bethlehem, unweit der Geburtskirche Christi, findet sich auf der Mauer die Inschrift: ICH BIN EIN BERLINER - die Palästinenser haben  nicht nur an dieser Stelle der Mauer ihre eigene Graffitykunst und Ironie. In der Tat gemahnt uns die Mauer aller Mauern. Freilich kommt ihr gegenüber der Berliner Mauer gerade auf Grund ihres Verlaufes eine zusätzlich völkerrechtswidrige Qualität zu.  Dies bestreitet ausser Israel heute niemand mehr ernsthaft, nur schweigt sich der Westen – mit der rühmlichen Ausnahme unter anderem der Schweiz – ganz einfach darüber aus und toleriert damit diese Form der Apartheidpolitik.
Fahrten und Besichtigungen begleitet vom IKRK und von der HOCHA, der UN-Koordinationsstelle für humanitäre Angelegenheiten, entlang der Mauer in Qalqiliya und in der Umgebung von Ostjerusalem, haben uns drastisch vor Augen geführt,  zu welchen einschneidenden und verheerenden Veränderungen der  Lebensbedingungen der dort wohnenden Palästinenser die Mauer, der weiter forcierte Siedlungsbau und die outposts geführt haben und weiterhin führen. Menschen werden von ihrem einstigen Arbeitsplatz abgeschnitten, können sich kaum mehr besuchen, obgleich sie nur 2 km auseinander wohnen, verlieren ihre Grundlagen der Landwirtschaft und sind nur mehr isoliert. Dazu kommen die Checkpoints, die als tägliche Demütigung erfahren werden, Menschen stundenlang sinnlos aufhalten, ganz abgesehen davon, dass sie wirtschaftliche Zirkulation oft schlicht verunmöglichen.
 
Verlogene Ausgewogenheit des westlichen Diskurses
Es gibt viele wirtschaftliche Initiativen, davon konnten wir uns selbst vergewissern, die ganz einfach an der Unmöglichkeit der Zirkulation der Waren scheitern. Krankenwagen müssen ihre Patienten zu Fuss in einen andern Krankenwagen wechseln lassen, was eine medizinische Rettung einige Male verunmöglichte, die bei normaler Zirkulation ohne weiteres möglich gewesen wäre. Dies belegen Berichte der zuständigen Ärztin des Caritas
Kinderspitals in Betlehem.  
Diese täglichen Drangsalien zeugen denn auch von einer menschenverachtenden Besatzungspolitik, die in ihrer Dimension erst zu erfassen ist, wenn man sie vor Ort sieht. Wer durch  die im Vergleich zu vor vier Jahren noch ausgestorbener wirkende Altstadt von Hebron schlendert und auf die an den Häusern befestigten Auffangnetze blickt, in welche israelische Siedler von über der Altstadt gelegenen Siedlungen aus ihren Schmutz und Abfall werfen, ist mit einer rassistischen Degoutanz konfrontiert, die seinesgleichen sucht.
Dies alles hat rein gar nichts mit der Hamas oder anderen palästinensischen Organisationen zu tun.  Es kennzeichnet einzig den Stil der israelischen Besatzungspolitik und die Arroganz der Siedler, die auf keine humanitären oder völkerrechtlichen Grundlagen Rücksicht nehmen, und bei der es mit dem nach wie vor forcierten Siedlungsbau vor allem darum geht, Fakten zu schaffen, die das angestrebte Grossisrael doch noch irgendwie möglich machen sollen. Genau der Blick darauf  ist aber im medialen westlichen Diskurs weitgehend verstellt. Er tut so, als sei er ausgewogen, wiewohl Ausgewogenheit hier nichts zu suchen hat, stellt sich aber letztlich auf die Seite Israels.
 
Grenzen des Widerstandes
Anlässlich unserer Medienkonferenz kam eine Diskussion auf über die Legitimität und Legalität des Widerstandes. Dabei ist zu unterscheiden, das scheint mir zentral zu sein, zwischen dem Widerstand gegen die Besatzungsarmee, der völkerrechtlich als legal gilt und legitim ist, und bewaffneten Aktionen gegen die Zivilbevölkerung, für die dies ganz klar nicht der Fall ist, und die keinerlei Unterstützung verdienen. Dies entspricht aber keineswegs der israelischen Lesart. Denn für sie sind auch der Widerstand gegen die Besatzungsarmee terroristische Aktionen.
Eine neue Sicht wird sich erst dann durchsetzen, wenn endlich akzeptiert wird, dass die Vertreibung von 1947 und 1948 sowie die Besetzung der Westbank, des Gazastreifens und von Ostjerusalem im Juni 1967 die heutige Situation geschaffen haben.  Das rechtfertigt keine Selbstmordattentate gegen die Zivilbevölkerung. Genau so wenig legitimiert dies Vergeltungsaktionen der israelischen Armee gegen die palästinensische Zivilbevölkerung.
 
DEZA
Unser Augenschein hat bestätigt, dass die DEZA in den besetzten Gebieten wichtige und gut geführte Arbeit leistet. Ihre Partnerorganisationen, die wir besucht haben, verdienen allesamt nachhaltige Unterstützung, seien es humanitäre Organisationen, Wirtschaftsinitiativen, Landwirtschaftskooperativen der Olivenölherstellung, oder sei es die Bierfabrik in der Umgebung von Jericho.  Palästina als Schwerpunkt ausgewählt zu haben, scheint Früchte zu tragen. Es ist Hilfe zur Selbsthilfe einer notleidenden Bevölkerung, aber auch eine Unterstützung von Zukunftsinvestitionen in das Palästina von morgen für die Anmahnung der Einhaltung des Völkerrechts.
 
Fazit
Eines scheint evident: Eine Friedenslösung kommt nur dann zustande, wenn auch im Westen die Dinge endlich beim Namen genannt werden und genannt werden dürfen. Solange sich jede Kritik an Israel oder eine Reise wie die unsrige zuerst rechtfertigen muss, ist die für einen „normalem Diskurs“ nötige Grundlage noch nicht gegeben. Wenn sich alle darauf einigen könnten, das Völkerrecht, die Menschenrechte und die einschlägigen UNO -Resolutionen als Ausgangsbasis zu nehmen, wäre wesentliches schon gewonnen. Keine Unterstützung kann aber jene Position finden, nach der das internationale Recht überall zu gelten habe, Israel aber eine Ausnahme zuzubilligen sei. Leider ist sie noch sehr verbreitet. Entscheidend dabei ist, dass sich namentlich in Europa endlich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Palästinenser keine Schuld am unermesslichen Leid, das dem jüdischen Volk mit der Shoa zugefügt wurde, tragen.
 
25.07.2006 - 21:51
NEIN ZUM KRIEG - Stopp der militärischen Zusammenarbeit Schweiz-Israel

Die Eskalation der Gewalt löst bei den Menschen im Nahen Osten existenzielle Ängste aus. Die Angriffe der israelischen Armee auf den Libanon und im Gaza-Streifen haben bereits Hunderte von zivilen Opfern gefordert. Die zivile Infrastruktur wird massiv beschädigt, Hunderttausende von Menschen befinden sich auf der Flucht. Wir begrüssen die Erklärungen des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), welches alle Angriffe aller Kriegsparteien auf alle Zivilbevölkerungen verurteilt und mit deutlichen Worten darauf hingewiesen hat, dass die israelischen Militärschläge eine kollektive Bestrafung der zivilbevölkerungen darstellen und gravierend gegen die Genfer Konventionen verstossen.
 
Die unilateral durchgesetzte Machtpolitik der USA und Israels steigert die Gewalt im Nahen Osten und schwächt die Stärke des Rechts zu Gunsten des Rechts des Stärkeren.
 
Eine Lösung des Nahost-Konflikts auf dem Verhandlungsweg kann erst dann erfolgreich sein, wenn die Menschenrechte eingehalten werden, das Völkerrecht zur Anwendung gelangt und die Gewalt gegen die Zivilbevölkerungen im Libanon, in den besetzten palästinensischen Gebieten sowie in Israel gestoppt wird.
 
Israel weigert sich seit zu langer Zeit, UNO-Resolutionen einzuhalten, die Genfer Konventionen zu respektieren und das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zum illegalen Verlauf der Mauer umzusetzen.
 
Israel weigert sich seit zu langer Zeit, UNO-Resolutionen einzuhalten, die Genfer Konventionen zu respektieren und das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zum illegalen Verlauf der Mauer umzusetzen.
die militärische Zusammenarbeit zwischen den Armeen Israels und der Schweiz sowie die Rüstungsgeschäfte zwischen schweizerischen und israelischen Rüstungsfirmen untergraben die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit der Anstrengungen der Schweiz, dem internationalen Recht zum Durchbruch gegen das Faustrecht zu verhelfen und eine nicht-militärische Lösung des Nahost-Konflikts herbeizuführen.
 
Wir drücken unsere Solidarität mit sämtlichen zivilen Opfern des Konflikts aus und fordern:
 
• Den sofortigen Stopp aller kriegerischen Handlungen im Libanon, in den besetzten palästinensischen Gebieten – insbesondere im Gaza-Streifen – und in Israel.
 
• Den Rückzug Israels aus den besetzten palästinensischen Gebieten und aus dem Libanon.
 
• Die Sistierung der militärischen Kooperation und der Rüstungszusammenarbeit der Schweiz mit Israel und dem gesamten Nahen Osten. Sowie den Verzicht auf das teilweise in Israel produzierte «Integrierte Funkaufklärungs- und Sendesystem» (IFASS).
 
Folgende Organisationen unterstützen den Demonstrations-Aufruf: (Stand: 25. Juli 2006)
Gruppe für eine Schweiz ohne Armee GSoA, Berner und Zürcher Mahnwachen für einen gerechten Frieden in Palästina/Israel, Christlicher Friedensdienst cfd, Grüne Partei der Schweiz, Junge Alternative JA!, BastA!, Direkte Solidarität mit Chiapas, peacemakercircle schweiz, PdA Schweiz, Gesellschaft Schweiz-Palästina, Palästina Zentrum Bern, Gemeinschaft der Palästinenser der Schweiz, Religiös-Sozialistische Vereinigung der Deutschschweiz, medico international schweiz (vormals Centrale Sanitaire Suisse CSS Zürich), Kampagne Olivenöl, Palästina-Solidarität Region Basel, SoAL, Solidarités Genève, terre des hommes schweiz, Liga der Muslime in der Schweiz, Recht für Alle
20.07.2006 - 15:04
Demonstration, Freitag, 21. Juli, 15 Uhr, Bern, Bundesplatz
Israel setzt den Krieg gegen die libanesische Bevölkerung fort und verletzt das humanitäre Völkerrecht. Es wird dabei von den USA gedeckt und von der EU nicht daran gehindert. Die Angriffe bezwecken die Zerstörung der Infrastruktur, der Transportverbindungen und der Wirtschaft. Die massive Bombardierung des Libanons richtet sich gegen die Zivilbevölkerung, welche kollektiv bestraft wird. Der Wiederaufbau des Landes wird um Jahrzehnte zurückgeworfen.
 
Der libanesische Widerstand hat zwei israelische Soldaten gefangen genommen, um sie gegen Gefangene auszutauschen, die noch immer widerrechtlich in Israel inhaftiert sind. Diese Aktion dient der israelischen Armee bloss als Vorwand für ihre Aggression.
 
Wir verurteilen
 
-          alle Angriffe auf die Zivilbevölkerung
-          die kollektive Bestrafung der Bevölkerung, indem Wohnquartiere, Elektrizitätswerke, Brücken, Transportwege, Flughafen, Häfen zerstört werden.
-          die Missachtung des Völkerrechts, insbesondere der Genfer Konventionen zum Schutz der Zivilbevölkerung
 
Wir fordern
 

Sofortiges Ende der militärischen Aggressionen Israels gegen Libanon und das palästinensische Volk
 

Freilassung der nach Israel verschleppten Gefangenen
 
Wir fordern den Bundesrat auf,
 

den Krieg Israels klar zu verurteilen.
 

politische und wirtschaftliche Sanktionen gegenüber Israel zur Durchsetzung der Menschenrechte, des humanitären Völkerrechts und der UNO-Resolutionen zu ergreifen.
 

die militärische Zusammenarbeit Schweiz-Israel abzubrechen.
 
Die Demonstration wird unterstützt von (Stand 20.7.06):
 
Collectif Urgence Palestine NE-VD, Gemeinschaft der Palästinenser der Schweiz, Frauenverein Fatima az-Zahra Zürich, Gesellschaft Schweiz-Palästina, Libanesisches Kulturzentrum Bern,  Palästina Solidarität Region Basel, Palästinakomitee Zürich, Palästina Zentrum Bern, sa’wijan schweiz, Schweizer und Basler Frauenvereinigung für Frieden und Fortschritt, Sozialistische Alternative (SoAL)
06.07.2006 - 18:04
Nationale Demonstration, Samstag 8. Juli 15.30 Helvetiaplatz Bern
Liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft Schweiz-Palästina,Untenstehend finden Sie den Text zum Aufruf zur nationalen Demonstration gegen die israelische Agression in Gaza, die am kommenden Samstag, den 8. Juli um 15.30 am Helvetiaplatz in Bern stattfindet. Wir bitten Sie, zahlreich daran Teil zu nehmen.Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüssen im Namen des Vorstands,Thomas FringsSekretariat GSPAufruf zur DemonstrationMit der militärischen Aggression gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen setzt Israel unter Verletzung des humanitären Völkerrechts auf Grossmachtpolitik und die Karte der Gewalt. Von den Grossmächten USA und EU wird diese Politik gedeckt. Die Angriffe zielen auf die Zerstörung der Infrastruktur, der Wirtschaft und der palästinensischen Verwaltung in den besetzten Gebieten und haben gravierende Auswirkungen für die gesamte lokale Bevölkerung. Der völlig abgeriegelte, von israelischem Militär belagerte Gazastreifen gleicht einem Freiluftgefängnis. Trotz  des  massiven  Drucks  lässt  sich  die  palästinensische  Bevölkerung  aber  nicht  davon  abbringen, Widerstand zu leisten und ihre Rechte einzufordern – allen voran das Recht auf Selbstbestimmung und das Rückkehrrecht.Wir  verurteilen- alle Angriffe auf die Zivilbevölkerung- die Angriffe auf Parlamentarier und Mitglieder der palästinensischen Regierung und ihre Verhaftung- die Zerstörung der zivilen und politischen Infrastruktur durch die israelische Besatzungsarmee in Gaza- die kollektive Bestrafung der palästinensischen Bevölkerung: Israel zerstört zivile Einrichtungen wie Elektrizitätswerke, um das Wirtschaftsleben lahmzulegen.- den Versuch, mit Rückendeckung durch die USA und die EU, die aus demokratischen Wahlen hervorgegangene palästinensische Regierung zu beseitigen.Die Schweiz hat das israelische Vorgehen gegen zivile Ziele und palästinensische Politiker kritisiert. Sie versucht, die Not in Gaza zu lindern.Wir fordern• Sofortiges Ende der militärischen Aggression Israels in Gaza• Verurteilung der israelischen Aggression durch den Bundesrat• Politische und wirtschaftliche Sanktionen der Schweiz zur Durchsetzung der Menschenrechte, des humanitären Völkerrechts und der UNO-Resolutionen• Schluss mit der militärischen Zusammenarbeit Schweiz-Israel• Abbruch der MauerWir erinnern daran, dassam 9. Juli 2004 der Internationale Gerichtshof in Den Haag den Bau der Mauer in der Westbank für völkerrechtswidrig erklärte.am 9. Juli 2005 über 170 palästinensische Nichtregierungsorganisationen aus den besetzten Gebieten, Israel und der Diaspora zu einer Kampagne für Boykott, Desinvestionen und Sanktionen aufriefen, die Israel zwingen soll, endlich internationales Recht und die UNO-Beschlüsse umzusetzen und Besatzung und Apartheid zu beenden.Die Demonstation wird unterstützt von (Stand 5.7.06):Alternative Liste (AL) Zürich, A gauche toute, Berner und Zürcher Mahnwache für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina, cfd Christlicher Friedensdienst, Collectifs Urgence Palestine GE-VD-NE, Frauen für den Frieden, Gesellschaft Schweiz-Palästina, Gemeinschaft der Palästinenser der Schweiz, Grünes Bündnis Bern, Grüne Partei der Schweiz, Gruppe Schweiz ohne Armee, Interprofessionelle Gewerkschaft der ArbeiterInnen (IGA), Liga der Muslime in der Schweiz, medico international schweiz, vormals Centrale Sanitaire Suisse CSS Zürich, Neue PdA Basel, Olivenzweig St. Gallen, Palästina-Solidarität Region Basel, Palästina Zentrum Bern,Palästinakomitee  Zürich,  Partei  der Arbeit  der  Schweiz,  PdAS/  Parti  Suisse  du Travail/POP,  Rifondazione comunista, solidaritéS VD-NE, Sozialistische Alternative (SoAL), Vereinigung Schweiz-Kuba, Villa Rosenau

01.03.2006 - 17:15
Nach Arafat: Hamas
Es wäre ein Missverständnis zu meinen, der letzthin verstorbene Edward Said, palästinensischer Top Intellektueller mit Lehrstuhl in den USA, Laizist,  Gegner des Oslo Abkommens, sei der israelischen Führung lieber gewesen als die Hamas. Wohl im Gegenteil. Und dies nicht, weil er gegen das Oslo Abkommen war, sondern weil er als im Westen tätiger Intellektueller eine Ausstrahlung auch im Westen genoss, die der palästinensischen Sache zu neuer Respektabilität verhalf. Genau das war und ist Israel ein Dorn im Auge, nichts wird mehr gefürchtet als ein Umschlagen der Stimmung in den europäischen  Zentren zu Gunsten der palästinensischen Sache. So sehr die politische Klasse Israels nun über den Hamas Wahlsieg lamentiert und mit dem Vorwand des Hamas Sieges Palästina finanziell auszuräuchern beginnt, mit Geld, das nota bene im Eigentum der Autonomiebehörde steht, so sehr hat sie alles unternommen, diesen Sieg zu ermöglichen. Sie hofft, der Hamas Sieg schwäche die palästinensische Reputation in Europa.
 
Die historischen Führungen der traditionellen PLO Organisationen, namentlich der Fatah und deren intellektuelles Umfeld standen in der Tradition antiimperialistischer Befreiungsbewegungen der Dritten Welt, waren laizistisch ausgerichtet, blockfrei und verfügten über ein grosses Kontaktnetz nicht nur zu den Hauptstädten des arabischen Raumes, der Dritten Welt  und damals noch Moskau, sondern auch zu vielen Führungspersonen europäischer politischer Parteien und auch Staaten. Mitterand hatte in den 80iger Jahren Arafat als offiziellen Staatsgast empfangen. Die palästinensische Sache gewann an Zuspruch.
 
Das Auftauchen der Hamas war nicht einfach historisch zufällig. Die israelische Führung begann nicht nur systematisch die PLO Organisationen zu schwächen und Führer namentlich der Fatah zu liquidieren, sondern in den achtziger Jahren nach dem Libanon Feldzug von 1982 gezielt auch die Hamas namentlich im Gazastreifen als Gegengewicht gegen die PLO heimlich zu unterstützen und begünstigen. Ein damals bewährtes Schema: fundamentalistische islamische Organisationen werden in den 80iger und noch anfangs neunziger Jahren als Gegengewicht gegen nationalrevolutionäre Organisationen oder Regierungen von Afghanistan bis Algerien von den USA gepusht.
 
Diese Strategie wurde inzwischen zum Bumerang. Nach dem 11. September 2001 hat sich das Blatt endgültig gewendet. In den letzten Jahren war die Hamas vor allem im Gaza Streifen zu einem Machtfaktor geworden und Israel begann seit Ende neunziger Jahren auch ihre Führer gezielt zu töten. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: ich bin ein erklärter Gegner von Selbstmordattentaten gegen Zivilpersonen, eine Strategie der Ohnmacht, die grosses Leid verursacht. Aber verkennen wir nicht: Israel ist Besatzungsmacht, verfügt als einziger Staat der Region über eine Atombombe und die best ausgerüstete Armee der Region. Dies muss wissen, wer Staatsterrorismus und Kollektivstrafen legitimieren will.
 
Der Sieg der Hamas konnte nur noch im Ausmass überraschen. Er reflektiert eine tiefe soziale Katastrophe in Gaza und in der Westbank. Hamas ist offensichtlich zur Partei der unteren Schichten mit einem weit verzweigten sozialen Netz geworden. Natürlich bedeutet der Hamas Sieg, deren Geldgeber im Petrodolarraum am Golf und Saudi Arabien sitzen, eine schwere Niederlage für die Autonomiebehörde. Tägliche gezielte Behinderungen durch Israel sowie eigenes bürokratisches Unvermögen und fraglos auch Korruption haben ihre Autorität geschwächt. Die Drohgebärde Israels, der USA und Solanas, mit der Hamas nie verhandeln zu wollen, haben ihr bestimmt zusätzlich  genützt. Israel hat mit der Inhaftierung Marvan Bargoutti’s den Wahlausgang zusätzlich beeinflusst, der unbestritten gilt er als der Mann, der zum neuen Leader der Fatah hätte werden können. Er ist nota bene auch der Mann, der demokratischen Erneuerung, die von allen Seiten so lauthals gefordert wird.
 
Für Israel ist der Hamas Sieg ambivalent. Israel will möglichst bald eine Zweistaatenlösung, als Hauptbegründung hierfür nennen Spitzenleuten heute offen die sich abzeichnende demographische Entwicklung. Nur sind die von Israel vorgesehen Vorgaben inakzeptabel, keine palästinensische Führung wird einen Frieden unterschreiben gemäss einem wie auch immer modifizierten Sharon Plan, der die Mauer als Staatsgrenze vorsieht. Vorerst mit Erfolg (USA, EU) versucht Israel die Hamas international zu isolieren, freilich beginnt international die Front zu bröckeln, Russland hat sich bereits weg bewegt. Auch die Schweiz scheint eine nüchterne Position der Anerkennung der jeweils gewählten Regierung einzunehmen. Wird sich auch die EU bewegen? Sie muss.
 
Die palästinensischen Anforderungen an einen gerechten Frieden haben sich mit dem Hamas Sieg kaum geändert: Grenze vor Juni 1967, Ostjerusalem als Hauptstadt, Rückkehrrechtsregelung der Flüchtlinge. Die Anerkennungsfrage ist mithin eine gegenseitige: die Anerkennung Israels in den Grenzen vor Juni 1967 und die Anerkennung, dass dessen Staatsgründung auf der Vertreibung Hunderttausender von Palästinensern beruhte. Letztere durchzusetzen versagt bislang der Westen.
 
Die Chancen für einen Frieden sind nicht grösser, aber auch nicht kleiner geworden. Beide Seiten wissen, dass die Zeit für die Palästinenser arbeitet. Aber es ist an der UNO, wie andernorts auch hier endlich einen gerechten Frieden mit den ihr zu Verfügung stehenden Mitteln durchzusetzen. Denn das Warten erkauft sich mit täglichem unsäglichem Leid der palästinensischen Bevölkerung.
 
Daniel Vischer
16.02.2006 - 12:20
Marginalien zum Karikaturenstreit
Natürlich haben Karikaturisten einen Spielraum der Brüskierung. Natürlich ist sie gedeckt durch die Meinungsäusserungsfreiheit. Aber es besteht ein Unterschied zwischen Karikatur und gezielter Diffamierung. Darum geht es im Karikaturenstreit. Was mit rassistischen Motiven daher kommt, darf und muss im hiesigen politischen Diskurs entsprechend gewürdigt werden. Wenn es die dänische Regierung unterliess, sich rechtzeitig von den Karikaturen zu distanzieren, tat sie das fraglos mit Bedacht. Es gehört zum Spiel ihrer gezielten Ausgrenzungsversuche des Islams. Die rechtslastige Zeitung, die diese unbestritten dürftigen Karikaturen veröffentlichte, gehört zur gleichen politischen Familie. Ihr ging es nie um Blasphemie – im Sinne Bunuel’s der eigenen Religion gegenüber -, sondern einzig darum, die muslimische Gemeinschaft vor den Kopf zu stossen. Sie wurde qua ihren Propheten zum Terroristen ex origine erklärt. Die, die dann nachdoppelten – Welt, Blick u.a. - und so taten, als seien sie die heroischen Wahrer der abendländischen Tradition der Meinungsäusserungsfreiheit, agierten im gleichen Spiel, unabhängig ihrer sonstigen politischen Positionierung.
 
In Frage steht die Äusserung unserer Kultur gegenüber einer Religion einer anderen Kultur, deren Empfindlichkeit bekannt ist. Nur weil in der christlichen Kultur inzwischen Blasphemie kaum noch auffällt, können wir die Prinzipien unserer säkularen Gesellschaft nicht einfach zur Weltgeltung erklären. Dadurch, dass der Anteil gläubiger muslimischer Menschen in vielen westeuropäischen Ländern eine beachtliche Grösse erreicht hat, ist der Laizismusdiskurs des letzten Jahrhunderts so etwas wie an seine Grenze gestossen, wie bereits die Kopftuchdebatte zeigt. Dabei stehen sich zwei Grundströmungen gegenüber: die eine sieht die Liberalität der Gesellschaft durch den Islam bedroht, die andere misst sie gerade an ihrer Fähigkeit, die Andersartigkeit des Islams anzuerkennen und dessen Selbstbestimmungsrecht zu akzeptieren, solange die öffentliche Ordnung nicht tangiert ist. Begreifen wir den Islam als geschlossenes System – also als ein sich selbst organisierendes System „Religion“ -, ist klar, dass zwar Irritationen unserer Kultur Auswirkungen auf dieses System haben werden, aber jeder Versuch eines Oktroy’s indessen scheitern muss. Vielleicht wird sich diese Einsicht beschleunigt durchsetzen, was im Kern in der Anerkennung münden muss, jede Weltkultur und Weltreligion könne nur den eigenen Weg der Emanzipation gehen. Das hat sich auch mit der Globalisierung nicht geändert, im Gegenteil stösst diese gerade dort an ihre Grenzen, wo das westliche Wertesystem Globalgeltung beansprucht und die Existenz gleichwertiger Weltkulturen und Weltreligionen negiert. Es war deshalb immer ein Missverständnis zu meinen, mit der Globalisierung verwirkliche sich ein „Projekt der Aufklärung“ oder wüchsen mindestens die Chancen hierfür, was seit Bush freilich ohnehin niemand mehr glaubt.
 
Angesichts des sich ausbreitenden Flächenbrandes hat freilich der Diskurs über den Vorrang der Meinungsäusserungsfreiheit seinen Höhepunkt längst überschritten und es wird nach Mässigung und Dialog gerufen, auch wenn das einige noch nicht begriffen haben, wie es scheint die hiesige FdP oder lange Zeit Frau Merkel. Es wäre indessen vereinfacht zu meinen, dieser Flächenbrand, der teilweise eine unheilvolle Eigendynamik nahm, habe nur mit der Karikatur zu tun.
 
In ihm kumulieren gleichzeitig andere Motive, die für die muslimischen Massen als Demütigung durch den Westen empfunden werden: amerikanische Invasion in den Irak, Atomstreit mit dem Iran, das Anhalten der Besatzung Palästinas, das de facto Nichtanerkennen des palästinensischen Wahlresultates durch die USA und Westeuropa, aber natürlich auch die zunehmende antiislamische Stimmung in Westeuropa, die in der Schweiz sogar vielleicht noch am wenigsten ausgeprägtem auftritt. Vor diesem Hintergrund ist zu fragen, was jene meinen, die nun von Deeskalation und Dialog sprechen, von Kofi Anan über Solana bis zu unserer Aussenministerin. Denn auch wenn die Eruption der Karikaturen wegen verebbt, die Narben sitzen tief. Der massenhafte muslimische Protest war eine tief empfundene Reaktion, ganz unabhängig davon, welche politischen Akteure im einzelnen daraus Kapital zu schlagen versuchten.
 
Echter Dialog kann aber nur heissen, die Grundlagen des Ressentiments gegenüber dem Westen zu beseitigen:
 
- Echter Friede in Palästina auf der Basis der geltenden völkerrechtlichen Eckwerte und UNO Resolutionen: neuer palästinensischer Staat auf dem gesamten Territorium der Westbank und des Gazastreifens mit Ostjerusalem als Hauptstadt, Rückkehrrecht für alle Flüchtlinge. Wer indessen weiterhin auf  die von Israel propagierte Zweistaatenlösung entlang der Mauer setzt, verhindert eine Lösung. Vor allem Europa muss endlich anerkennen, dass die Palästinenser an der Shoa keine Schuld tragen und das von ihnen erlittene Unrecht der massenhaften Vertreibung Rehabilitation verlangt.
- Mit dem Wahlsieg der Hamas hat die USA und Israel ihre eigene Politik eingeholt. Sie haben jahrelang auf politische islamische Bewegungen zur Schwächung national revolutionären Organisationen oder Staaten gesetzt, im Falle Palästinas vor allem der Fatah. Das beginnt sich nun zu rächen. Europa hätte heute eine Chance, zusammen mit Russland und China in Anerkennung der neuen Realitäten eine neue Rolle im Nahost Konflikt zu spielen.*
- Die unakzeptablen und unverantwortlichen Äusserungen des iranischen Präsidenten verdecken den eigentlichen Hintergrund des Konfliktes mit dem Iran. Weder der Iran noch die arabische Welt lassen sich vom Westen vorschreiben, wer Atomanlagen errichten oder eine Atombombe bauen darf und wer nicht, solange Israel oder Pakistan unter Duldung des Westens die Bombe besitzt. Der Westen wird nicht darum herumkommen, dies zu akzeptieren.*
- Die Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Weltreligionen verlangt vorrangig auch die gegenseitige Achtung religiöser Tabuzonen.
30.11.2005 - 19:59
apropos website
Die neue website ist da.
Alter Wein in neuen Flaschen.
Viel Spass damit wünschen Euch
Urs und Adrian- Eure Webstübler
22.09.2005 - 22:11
Abzug aus Gaza, doch Absperrung geht weiter
Die Gesellschaft Schweiz-Palästina beurteilt den Teilrückzug der israelischen Siedler und der Armee als eine Massnahme der Regierung Sharon, um die Siedlungstätigkeit regional auf die für Israel strategisch gesehen wichtigere Westbank zu konzentrieren und gleichzeitig die PalästinenserInnen noch mehr auszugrenzen:

- Der Siedlungsbau in der Westbank wird intensiviert. Der Bau der Mauer, der den westlichen Teil der Westbank abtrennt, bezweckt die Festigung der Siedlungsblöcke, insbesondere jener, die Jerusalem umgeben.
- Innerhalb von Israel, in Galiläa und im Negev wird die Enteignungspolitik gegenüber den palästinensischen BürgerInnen verstärkt fortgesetzt.
- Israel weigert sich, die Kontrolle des Güterverkehrs zwischen Gaza und Ägypten aufzugeben. Der Posten Rafah soll nur dem Personenverkehr dienen. Der Güterverkehr Gaza-Ägypten soll über den Posten Kerem Shalom geleitet werden (NZZ, 09.09.05).
- Wirtschaftlich wird Gaza weiterhin stranguliert. Die Fischerei vor Gaza ist auf einen maximalen Abstand von 4 Kilometern vor der Küste beschränkt und ist daher unergiebig (NZZ, 09.09.05).
- Die hermetische Abriegelung Gazas, mit dem einzigen Übergang von Eretz als Tropfenzähler, wird ausgebaut.
- Die unmittelbare Besetzung Gazas durch Siedler und Armee wird zwar beendet, doch mittelbar wird sie durch die Apartheidpolitik Israels weitergeführt.

Die Regierung Sharon will die Entstehung eines lebensfähigen, souveränen palästinensischen Staates auch nach einem teilweisen Rückzug aus besetzten Gebieten verhindern. Unter den Bedingungen der Absperrung üben die palästinensischen Behörden keine effektive Kontrolle über das Gebiet von Gaza aus. Solange die Absperrung Gazas und die Besetzung der Westbank weiter geht, ist kein Frieden zu erwarten.

Medienmitteilung der Gesellschaft Schweiz-Palästina vom 11.09.2005



Besuch von Bundesrat Pascal Couchepin in Israel

Bundesrat Pascal Couchepin reiste vom 15. – 18. September 2005 nach Israel für
einen Arbeitsbesuch.

Pascal Couchepin und Matan Vilnai, der israelische Minister für Wissenschaft und
Technologie, unterzeichneten eine Absichtserklärung, die darauf abzielt, die
wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Israel zu stärken. Auf
dem Programm standen Gespräche am Weizmann Institut und an der hebräischen
Universität Jerusalem.
Während seines Aufenthalts in Israel ist Bundesrat Couchepin mit Limor Livnat
zusammengetroffen, der Ministerin für Kultur und Bildung und mit Ehud Olmert, dem
Vizepremierminister und Minister für Handel, Industrie und Finanzen.
Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern wurde auf seiner Reise
begleitet von Olaf Kübler, dem Präsidenten der Eidgenössischen Technischen
Hochschule Zürich, Urs Altermatt, dem Rektor der Universität Fribourg, Marcel Tanner
dem Chef des Schweizerischen Tropeninstituts an der Universität Basel und Michel
Aguet, dem Direktor des schweizerischen Krebsinstituts.
Aus der Delegation ist bekanntgeworden, das auch Bundesrat Joseph Deiss, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements, anfangs 2006 Israel besuchen will (Tages Anzeiger, 19.09.05).

EDI, Presse- und Informationsdienst, Auskunft:
Jean-Marc Crevoisier, Tel. +41 79 763 84 10

Medienmitteilung des Eidgenössisches Departement des Innern vom 13.September 2005

Medienmitteilung

Schweizer Bericht an die UNO unter Verschluss

Die Schweiz hat für die Uno einen Bericht über die Mauer erstellt – auf Drängen Israels wird darüber nicht informiert. Im Westjordanland geht der Bau der Sperrmauer weiter. Über einen im Auftrag der Uno von der Schweiz erstellten Bericht zur Sperranlage wird nicht informiert, da sich Israel widersetzt.

Die Uno-Resolution ES-10/15 bescherte der Schweiz ein schwieriges Mandat. Die Vollversammlung der Uno hatte am 20. Juli 2004 mit 150 gegen 6 Stimmen einer Resolution zugestimmt, mit der Israel aufgefordert wird, die Sperranlage zum Westjordanland abzubrechen. Nur zehn Tage vorher hatte sich der Internationale Gerichtshof in Den Haag (ICC) ebenfalls mit der Sperrmauer befasst. Er klassierte in seiner Stellungnahme den Bau der Mauer als Verstoss gegen das internationale Recht und forderte Israel auf, die Mauer abzubrechen. Erfolglos.
Im Rahmen der Resolution ES-10/15 wurde die Schweiz, als Depositärstaat der Genfer Konventionen, beauftragt, mit den Beteiligten im Nahostkonflikt Konsultationen aufzunehmen, um Wege zu finden, dem humanitären Völkerrecht mehr Nachachtung zu verschaffen. Stolz berichtete Aussenministerin Calmy-Rey damals vor den Medien über den Auftrag; sie sehe darin «ein Zeichen des Vertrauens» seitens der Uno.
Der Auftrag ist unterdessen abgeschlossen, die Schweiz hat den geforderten Bericht der Uno vor gut einem Monat abgeliefert – in aller Diskretion. Informiert darüber wurde nicht. Das sei, sagt EDA-Sprecherin Carine Carey, nicht der Entscheid der Schweiz, sondern der Uno. Gleichzeitig hat das EDA seine Mitarbeiter im Nahen Osten angewiesen, jegliche Stellungnahme zu dem Bericht zu unterlassen.

Rechtslage ist klar
Der Autor des Berichts, der ehemalige Uno-Botschafter Jenö Staehelin, hatte während Monaten mit Vertretern Israels, der Palästinenser, der Arabischen Liga und Ägyptens sowie der USA, der EU und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) Gespräche geführt. «Die grosse Mehrheit der Staaten» habe betont, die vom ICC festgestellte Rechtslage könne nicht in Frage gestellt werden, heisst es im Bericht; generell werde erwartet, dass sich Israel an die Genfer Konventionen halte. Die von den Gesprächspartnern vorgeschlagenen Massnahmen reichen von der Forderung nach Verlegung auf die grüne Linie bis zum sofortigen Abriss oder einem Baustopp von drei bis sechs Monaten als Zeichen des guten Willens für die Wiederaufnahme des Friedensprozesses.

Die zwei Rollen Israels
Israel «hält an der Aussage fest, die Sperrmauer sei eine temporäre Massnahme» und durch
Sicherheitsüberlegungen gerechtfertigt. Dennoch «will Israel sich nicht auf einen Rückbau verpflichten lassen, sogar wenn sich die Sicherheitslage verbessern sollte», schreibt Staehelin weiter.
Immer wieder ist in dem Bericht von der «humanitären, sozialen und wirtschaftlichen Krise» in den besetzten Gebieten die Rede. Die Palästinensische Autonomiebehörde sei «äusserst besorgt über die Entwicklung der Situation, insbesondere bei der Sperrmauer und beim Bau neuer Siedlungen in den besetzten Gebieten», heisst es im Bericht. Es sei deshalb zwingend, dass die internationale Gemeinschaft «klar unterscheidet zwischen den Beziehungen zum Staate Israel und jenen zu Israel als Besetzungsmacht in den palästinensischen Gebieten».
Die Palästinensische Autonomiebehörde müsse allerdings ihre Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheitslage weiterführen und insbesondere die nötigen Reformen bei den eigenen Sicherheitsorganen vornehmen. Die Besetzung Cisjordaniens und Ost-Jerusalems «findet nicht in einem rechtsfreien Raum statt», schreibt Staehelin in den Schlussbemerkungen. Eine Besetzung werde durch die Genfer Konventionen geregelt und es sei «unerlässlich, dass dies respektiert wird». Er schlägt in dem Bericht deshalb vor, zwei getrennte Verhandlungsgruppen (groupes de dialogue séparés) zu schaffen, die das Vertrauen beider Seiten genössen und die dem Nahost-Quartett Bericht erstatten würden. Denn es brauche «den Beitrag anderer Staaten, die das Vertrauen beider Seiten geniessen».

«Vielversprechender Ansatz»
Obwohl dieser Vorschlag «nicht die nötige Unterstützung gefunden hat», gehe die Schweiz als Depositärstaat weiterhin davon aus, dass dies ein vielversprechender Ansatz sei, schreibt Staehelin weiter. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass sich Israel und nicht die Palästinenser diesem Vorschlag widersetzt hat. Israel versuche jede internationale Einmischung in den Konflikt zu vermeiden, sagt ein Uno-Diplomat in Israel. Diesbezügliche Angebote seien schon viele gemacht worden – sogar Uno-Truppen zum Schutz von Israels Sicherheit –, doch Israel habe dies immer abgelehnt. Diese Weigerung soll auch der Grund sein, dass der Bericht Staehelins zwar an die Uno-Mitgliedsländer weitergegeben, aber die Öffentlichkeit und die Medien nicht darüber informiert wurden.

Berner Zeitung BZ, 11.08.2005 (leicht gekürzt)



Israelischer Kriegsverbrecher entzieht sich der Verhaftung in Grossbritannien

Die britische Polizei stellte am 10. September 2005 einen Haftbefehl aus gegen Generalmajor a.D. Doron Almog. Am 11. September flog der Verdächtige aus London nach Israel zurück und entzog sich so der drohenden Verhaftung.
Der Haftbefehl gegen Almog fusst auf einer Klage, welche die Opfer von Häuserzerstörungen in Gaza erheben. Almog liess am 10. Januar 2002 in Gaza 59 Häuser zerstören. Das Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) hat ausserdem Beweise für die Ermordung von Zivilpersonen und andere Kriegsverbrechen Almogs gesammelt. Nach jahrelangen vergeblichen Versuchen, Almog in Israel vor Gericht zu bringen, ist es das erste Mal, dass ein israelischer Kriegsverbrecher durch die Justiz im Ausland verfolgt wird. Auch der ehemalige General Ariel Sharon und aktueller israelischer Ministerpräsident ist einer Einladung des britischen Premierminister Tony Blair bisher nicht gefolgt, da er sich vor einer Verhaftung fürchtet (Tages Anzeiger, 19.09.05).

Weitere Informationen dazu:
http://www.pchrgaza.org/files/PressR/English/2005/101-2005.htm




Kampagne für ein Rüstungsmoratorium in Nahost

Bisher wurden über 20000 Unterschriften gesammelt. Die Kampagne wird von über 40 Organisationen getragen. Die Petition kann on-line unterschrieben werden (www.solidaires. ch). Anfangs Oktober behandelt der Nationalrat das Rüstungsprogramm 2005, welches auch den Kauf von Rüstungsgütern aus Israel vorsieht.

Weitere Informationen dazu:
www.solidaires.ch




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