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Di 06.03.12
20 h
Bern, Le Cap (Französische Kirche), Nicolas Manuel-Saal, Predigergasse 3
Marlène Schnieper Nakba – die offene Wunde
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| Pressetext zur Pressekonferenz der Petition gegen den Mauerbau in den besetzten Gebieten |
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Pressemitteilung - Communiqué de presse - Comunicato per la stampa |
Die israelische Regierung errichtet gegenwärtig eine riesige Mauer auf dem und Mitten im besetzten Gebiet der Westbank. Der Bau der Mauer, von den Palästinensern "Mauer der Apartheid" und von den Israelis beschönigt "Sicherheitszaun" genannt, ist eine ernsthafte Bedrohung für jegliche Friedensperspektiven im Nahen Osten. Sie verläuft teilweise tief in die besetzten Gebiete hinein (bis zu 20 km). Weiter bestehen Pläne westlich des Jordantals eine Mauer zu errichten. Über 170 km Mauerbau sind bis heute vollendet. Unzählige Olivenbäume und wertvolles Kulturland wurde vernichtet und palästinensische Orte zugemauert. Die Mauer verunmöglicht die Bewegungsfreiheit und impliziert einen Grenzverlauf, der nicht dem internationalen Recht entspricht. Per Dekret wurde das gesamte Land zwischen Mauer der Apartheid und der Waffenstillstandslinie von 1967 vom israelischen Militär zum Sperrgebiet erklärt. Niemand darf dieses Gebiet betreten, ausser er ist israelischer Staatsbürger. Für das durchqueren des Gebietes wird von der palästinensischen Bevölkerung eine Genehmigung verlangt. Die Mauer sanktioniert ebenfalls jüdische Siedlungen, die nach internationalem Recht illegal sind.
Das Palästinakomitee Zürich folgte dem Aufruf zu einem internationalen Protest gegen die Mauer des Palestine Monitors, das Mediaorgan des Palestinian Non-Governmental Networks (PNGO) und lancierte, unterstützt von der Gesellschaft Schweiz-Palästina und dem Palästinakomitee Basel, am 8. November 2003 eine Petition. Die Collectifs Urgence Palestine ihrerseits übernahmen die internationale Petition gegen die Mauer, die vom alternativen Informationszentrum (AIC) in Jerusalem lanciert wurde.
12 082 Menschen haben diese Petitionen mit der Forderung, dass die schweizerische Regierung politische und diplomatische Interventionen gegen den Mauerbau unternimmt, unterschrieben. Weiter fordern wir einen sofortigen Stopp und Abbruch der Mauer.
Wie die jüngste Studie des Norwegian Statistic Bureau aufzeigt, hat die bereits abgeschlossene Bauphase katastrophale Auswirkungen für die betroffene palästinensische Bevölkerung auf beiden Seiten der Mauer. Durch den Bau wurden bereits mehrere Tausend Hektaren fruchtbares Land annektiert. Aufgrund des Dekretes des israelischen Militärs vom 2.10.03 müssen sich 15'300 Palästinenser, um ihre Rechte nachzuweisen, für dieses 115 km2 grosse Land um Zertifikate bemühen. Die jordanischen Besitzurkunden werden aber nicht anerkannt. Hingegen kann jeder Israeli dorthin gehen und sich niederlassen. Mehr als 100'000 Bäume sind entwurzelt und Häuser zerstört worden. Zehntausenden palästinensischen Bauern ist der Zugang zu ihren Äckern, Brunnen und Wasserquellen verwehrt. Neben den wirtschaftlichen Folgen sind vor allem die Auswirkungen für das Bildungssystem und die Gesundheitsversorgung dramatisch, da die ländlichen Gemeinden voneinander und von ihren städtischen Zentren isoliert werden. Patienten und Ärzte , Lehrer, Schüler und Studenten können nicht zur Schule oder zum Krankenhaus gelangen.
Die Zukunft eines lebensfähigen palästinensischen Staates wird zu einem reinen Flickwerk aus Bantustans und Flüchtlingslagern. Sie sperrt die Palästinenser in einen eingeschränkten Teil der Westbank ein.
Deshalb fordern wir den sofortigen Stopp und Abbruch der Mauer!
Palästinakomitee Zürich Collectifs ,Postfach1911, 8031 Zürich
palaestinakomitee@bluemail.ch
Urgence Palestine, (Genève, Vaud, Neuchâtel), 15 rue des Savoises, 1205 Genève
info@urgencepalestine.ch
Unterstützende Organisationen:
Gesellschaft Schweiz-Palästina- www.palaestina.ch
Palästinakomitee Basel
Verein Solidarität mit Palästina, Basel
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