 |
 |
|
|
 |
|
aktuelle Events |
 |
So 26.09.10
Zürich, Restaurant Zähringer, Predigerplatz
Café Palestine
[mehr ...]
|
 |
Fr 26.11.10
-
So
28.11.10
Stuttgart
Palästina Solidaritätskonferenz Stuttgart
[mehr ...]
|
 |
 |
|
|
 |
|
 |
 |
 |
Die ewige Lust an den Tätern, Podiumsdiskussion. |
 |
|
Wir protestieren gegen die Beteiligung des Publizisten Henryk M. Broder an einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Else-Lasker-Schüler-Forums in Zürich. |
Wir protestieren gegen die Beteiligung des Publizisten Henryk M. Broder an einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Else-Lasker-Schüler-Forums in Zürich am 29. Oktober 2006 unter dem Titel: "Die ewige Lust an den Tätern" und gegen die Ausladung der bekannten israelischen Menschenrechtlerin Felicia Langer.
Die jüdische Lyrikerin Else Lasker-Schüler trat - wie ihr Freund, der Philosoph Martin Buber - für die Versöhnung zwischen Juden/Jüdinnen und AraberInnen ein. Broder hingegen macht genau das Gegenteil: Der Gedanke der Versöhnung und einer Verständigung zwischen den Kulturen ist ihm fremd, denn er attackiert und diffamiert in vulgärem Ton AraberInnen, MuslimInnen und Friedensbewegte, was man auf seiner website unschwer feststellen kann (http://www.henryk-broder.de oder http://www.achgut.de). Manche sehen ihn als Stichwortgeber für Rechtsradikale, "http://www.taz.de/pt/2006/10/07/a0142.1/text, was seine Äußerungen gegen den Islam betrifft.
Aus diesen Gründen ist Broder auf einer Gedenkveranstaltung für eine friedliebende Lyrikerin völlig fehl am Platze.
Mit ihrem Engagement für Versöhnung und Verständigung steht die mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnete Felicia Langer der verstorbenen Lyrikerin geistig näher als Broder.
Dass ausgerechnet Felicia Langer wegen vorgeblicher finanzieller Schwierigkeiten ausgeladen wurde, ist sehr bedenklich. Denn dass es nicht allein finanzielle Gründe sein können, zeigt die Tatsache, dass das Angebot Evelyn Hecht-Galinskis und ihres Mannes, den Auftritt Langers zu finanzieren, von Hajo Jahn, dem Vorsitzenden der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft und Organisator der Veranstaltung, abgelehnt wurde. Stattdessen wurde Broder eingeladen.
Jahn verteidigt auf erste Proteste die Teilnahme Broders mit Rosa Luxemburgs Leitsatz «Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden». Allerdings sind wir der Meinung, dass nicht Broders Meinungsäusserungsfreiheit zur Debatte steht, denn ihm als einem „der bekanntesten jüdischen Publizisten im deutschsprachigen Raum“ (Jahn) wird genug Raum gegeben, sein Gedankengut zu verbreiten.
Tatsache ist jedoch, dass Felicia Langer und vielen anderen FriedensaktivistInnen diese „Freiheit der Andersdenkenden“ zunehmend verwehrt wird. Und nun soll Broder auf einer Gedenkveranstaltung für eine friedliebende Frau ein Forum für seine zynische „Lust an den Tätern“ bekommen:
«Es stimmt, Israel ist heute mehr Täter als Opfer. Das ist auch gut und richtig so, nachdem es die Juden fast 2000 Jahre lang mit der Rolle der ewigen Opfer versucht und dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Täter haben meistens eine längere Lebenserwartung als Opfer und es macht mehr Spass, Täter als Opfer zu sein.» (Henryk M. Broder, Jüdische Allgemeine, 17.3.2005)
Selbst der Titel der Podiumsdiskussion scheint auf Broder zugeschneidert. Ursprünglich ging es um den Umgang mit Exilanten gestern und heute und nicht um die ewige Lust an den Tätern.
Es ist offensichtlich, dass die Einladung Broders und die Ausladung Langers mit politischen Forderungen von einer oder mehreren unterstützenden Organisation/en zu tun haben.
So oder so hat der ganze Vorgang weder mit Meinungsfreiheit noch mit Else Lasker-Schüler zu tun.
Im Sinne des geistigen Vermächtnisses von Else Lasker-Schüler fordern wir deshalb, dass Felicia Langer wieder ein- und Henryk M. Broder ausgeladen wird.
Bitte senden Sie Ihre Unterschrift mit Namen, Beruf/Organisation, Wohnort und Bemerkungen an:
art@arendt-erhard.de
oder
http://www.arendt-art.de
XIII. Else-Lasker-Schüler-Forum in Zürich - 26. – 29.Oktober 2006
Schirmherr: Bundespräsident Moritz Leuenberger - Partner in Zürich: Schauspielhaus, Literaturhaus, Hochschule f. Musik u. Theater, Literargymnasium Rämibühl u. Israelitische Cultusgemeinde Zürich
29. Oktober in Zürich - Podiumsdiskussion: "Die ewige Lust an den Tätern- von der Schwierigkeit, den Opfern ihr Überleben zu sichern."
Die ursprüngliche, geplante Veranstaltung:

Was daraus geworden ist:
|
|
 |
|
 |